Tiroler NEOS zu Kassenärzten: „Probleme wurden erkannt, jetzt muss man ins Tun kommen“
NEOS Klubobfrau Birgit Obermüller wertet es als positives Signal, dass sowohl die ÖGK als auch die Landesregierung realisiert haben, dass es bei den Kassenärzten zu Engpässen kommt.

„Allerdings gibt es das Problem nicht erst seit gestern, sondern ist schon lange bekannt. Vor allem die Bevölkerung spürt den Mangel an Kassenärzten schon seit Jahren. Wenn LR Hagele jetzt mehr Flexibilität und fairer Abrechnungsmodalitäten für Kassenärzte fordert, dann ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Jetzt müssen die Verantwortlichen auch ins Umsetzen kommen“, meint Obermüller. Unterstützung für ihre Forderungen erhält Obermüller von Dr. Marc-André Leitgeb-Mayer, selbst Allgemeinmediziner im Stubaital. Er sieht außerdem die PVE als wichtige Ergänzung, aber nicht als Allheilmittel: „Natürlich ist ein Ausbau von PVE ein wichtiger Schritt, der zu begrüßen und voranzutreiben ist. Er macht aber nur Sinn, wenn es auch genügend Personal dafür gibt. Denn wenn niedergelassene Ärzte von ihren klassischen Ordinationen in eine PVE wechseln, werden keine Kassenarztstelle zusätzlich geschaffen, sondern diese lediglich woanders hin verlegt. Der Mehrwert für die Patient:innen ist dann nicht wirklich gegeben. Bei allen Investitionen in die neuen PVE sollte nicht vergessen werden, dass ein Erhalt der aktuellen Strukturen bereits kurzfristig Kapazitäten schaffen würde. Im Besonderen wäre hier auch eine bessere Unterstützung bei der Ausbildung von Ärzten in den Ordinationen hilfreich.“



