NEOS Tirol: ÖVP und Gewerkschaft sollten nicht zu allem reflexartig Nein sagen, sondern sich konstruktiv an Bildungsreformen beteiligen
„Während die Gewerkschaft und die Tiroler ÖVP lieber der Vergangenheit nachweinen, zündet Bildungsminister Christoph Wiederkehr in den österreichischen Schulen den Reformmotor“, entgegnet NEOS Klubobfrau und Landessprecherin Birgit Obermüller den jüngsten Wortmeldungen der Gewerkschaft und von ÖVP-Klubobmann Jakob Wolf. „Weiterbringen wird uns diese Reformverweigerung und die Zukunftsvergessenheit der Volkspartei nicht. Sie sollte sich lieber aktiv in der Reformpartnerschaft einbringen, damit wir die großen Reformen im Bildungssystem endlich auf den Weg bringen, statt alles schlechtzureden und gegen den Minister zu kampagnisieren."

Für NEOS ist es wichtig, den Schülerinnen und Schülern mehr Möglichkeiten und Chancen zu bieten. Es sei unseriös, die Mär zu verbreiten, dass Latein abgeschafft werden soll, so Obermüller: „Latein bleibt weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Bildungsangebots, jedoch nicht zwingend für jede und jeden verpflichtend im bisherigen Ausmaß. Der Plan des Bildungsministers sieht lediglich vor, dass die verpflichtenden Lateinstunden von 12 auf 8 Stunden gekürzt werden. Durch den schulautonomen Gestaltungsspielraum können Schulen auch weitere Latein-Stunden einführen. Die künstliche Aufregung geht also völlig ins Leere. Angesichts von Desinformation, Filterblasen und KI-generierten Inhalten ist das Erlernen von Medienkompetenz schlicht entscheidend, wenn es darum geht, Kindern und Jugendlichen Kritikfähigkeit beizubringen. Wenn man Politik mit Zukunft macht, ist es wesentlich, dass wir auch im Bildungsbereich auf die tiefgreifenden gesellschaftlichen und digitalen Veränderungen unserer Zeit gezielt reagieren. Mit der Einführung und Stärkung neuer Fächer wie Informatik, Künstliche Intelligenz sowie Medien und Demokratie werden die Weichen gestellt, um alle Schülerinnen und Schüler gut auf das Leben vorzubereiten.“
Dass die Gewerkschaft zugleich die jüngsten Reformen Wiederkehrs attackiert, kann Obermüller nicht nachvollziehen, denn die Aussagen gehen an der Realität meilenweit vorbei. Immerhin seien bei den Schulpsychologinnen und - psychologen der Großteil der Stellen besetzt und bei den Deutschförderkräften sind 1300 zusätzliche Stellen genehmigt, finanziert und fast alle bereits besetzt. Auch die Kritik der Gewerkschaft, dass bei der Entbürokratisierung in der Schule nichts weitergehe, sei völlig aus der Luft gegriffen. "80 Prozent der Erlässe wurden gestrichen, damit sich die Lehrkräfte wieder auf ihre Schülerinnen und Schüler konzentrieren können und sich nicht mit einem immensen Bürokratiemonster herumschlagen müssen“, hält Obermüller fest.
Darüber hinaus verweist die pinke Klubobfrau auch auf die zahlreichen Reformen, die NEOS in ihrem ersten Jahr als Mitglied in der Bundesregierung umgesetzt haben: „Mit dem Handyverbot an Schulen, einer Suspendierungsbegleitung und den Perspektivengesprächen bei Schulabbrüchen, der verpflichtenden Sommerschule und dem Chancenbonus für Schulen mit besonderen Herausforderungen haben NEOS in nur einem Jahr im Bildungsbereich mehr weitergebracht als die letzten ÖVP-Bildungsminister zusammengerechnet erreicht haben. Das hohe Tempo scheint für manche Gewerkschafter und ÖVP-Politiker ungewohnt zu sein und sie zu überfordern. Kein Wunder, wenn man Jahrzehnte lang nur Stillstand gelebt hat. Wir werden uns von den Blockierern aber nicht von unserem Reformweg abbringen lassen.“
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