
NEOS zu Unterbürg: „Zweite Niederlage vor Höchstgericht, Bürgermeister muss Ergebnis akzeptieren“
In Tirol gibt es derzeit 21 Bürgermeisterinnen. Bei 277 Gemeinden sind das nicht einmal 8%. Den Weltfrauentag am 8. März nehmen die Tiroler NEOS daher zum Anlass, ein Karenzmodell für Bürgermeisterinnen zu fordern, um diese herausfordernde Aufgabe für Frauen attraktiver zu machen.

„Viele Frauen wollen gestalten und Verantwortung übernehmen. Was sie oft zurückhält, sind nicht fehlendes Interesse oder mangelnde Kompetenz, sondern historisch männlich geprägte Strukturen. Solange Politik männlich gedacht wird, bleiben Chancen für Frauen begrenzt. Diese Strukturen müssen wir Schritt für Schritt verändern“, so die beiden NEOS Abgeordneten KO Birgit Obermüller und Susanna Riedlsperger.
Tirol müsse dafür das Rad nicht neu erfinden. „In Niederösterreich gibt es bereits eine gesetzliche Regelung für Bürgermeister:innen. Dort kann man als Gemeindeoberhaupt bis zu einem Jahr lang nach der Geburt eines Kindes bei 50% der Bezüge in Karenz gehen. In Tirol muss man dafür sein Mandat vorübergehend zurücklegen und bekommt nichts mehr bezahlt. Das ist ungerecht und erschwert es Frauen ungemein, Familie und Politik unter einen Hut zu bringen“, fordern Obermüller und Riedlsperger die Landesregierung auf, eine entsprechende Gesetzesänderung auf den Weg zu bringen.
„Alle sind sich einig, dass es mehr Frauen in der Politik braucht. Doch wir müssen auch entsprechende Rahmenbedingungen schaffen, die Frauen dazu ermutigen, sich politisch zu engagieren. Es ist in Tirol generell schwer, motivierte Frauen zu finden, die sich als Bürgermeisterinnen zur Verfügung stellen, das belegen die Zahlen. Die Möglichkeit zur Karenz soll auch den männlichen Kollegen zur Verfügung stehen. Wenn vor allem jungen Menschen sich Sorgen machen müssen, dass sie im Falle einer Familiengründung finanzielle Einbußen hinnehmen müssen, wird sich an den alten Strukturen in den Gemeindestuben wenig ändern“, so die Tiroler NEOS und kündigen einen entsprechenden Antrag für die nächste Landtagssitzung an.

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