Zum Inhalt springen

NEOS zu Novelle des Tiroler Teilhabegesetzes: „Weiß in der ÖVP die linke Hand, was die rechte tut?“

„Die geplante Novelle zum Tiroler Teilhabegesetz sieht vor, dass es keine gesetzlich festgelegten Anspruchsvoraussetzungen mehr für Schulassistenz gibt. Bisher waren Kinder, die Pflegegeld oder eine erhöhte Kinderbeihilfe beziehen, anspruchsberechtigt. Es ist auch nicht mehr geregelt, wer im Einzelfall entscheidet, ob Schulassistenz gewährt wird. Das soll in Zukunft eine Richtlinie der Landesregierung regeln, die aber noch nicht einmal existiert. Entschieden wird zukünftig im stillen Kämmerlein“, kritisiert NEOS Klubobfrau Birgit Obermüller.

60 - DSC09352-2738x1539

Der Ansatz, dass die Bildungsdirektion ein Anhörungsrecht haben soll, stößt bei Obermüller auf Verwunderung: „Das ist ein mehr als interessanter Aspekt, wollte LH Mattle die Bildungsdirektionen doch noch vor wenigen Tagen im Zuge der Reformpartnerschaft abschaffen. Jetzt soll diese aber sogar in der Novelle des Teilhabegesetzes eingebunden werden. Da stelle ich mir die Frage, ob in der ÖVP die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut.“

Die Tatsache, dass LRin Hagele die Novelle so verkauft, dass in Zukunft mehr Flexibilität bestehen soll, ärgert sie: „Bereits im letzten Landtag wurde von Seiten der ÖVP davon gesprochen, dass es derzeit eine Überversorgung mit Schulassistenz gibt und dass manche Lehrpersonen sogar Unterstützungsbedarf für einzelne Kinder erfinden und sie damit quasi stigmatisieren, um zu einer Schulassistenz zu gelangen. Bei dieser Novelle geht es lediglich darum, Kosten einzusparen. Kinder mit komplexen Behinderungen sind derzeit ohnehin die Bildungsverlierer im Schulsystem, da ihnen zunehmend die Expert:innen abhandenkommen. Das Lehramt für Sonderpädagogik wurde vor einigen Jahren abgeschafft und die meisten Schulassistent:innen haben keine pädagogische Ausbildung. Das wäre der Job der Landesrätin – sich darum zu kümmern, dass es bessere Fortbildungsmöglichkeiten für Schulassistent:innen in Tirol gibt. Da kann ich nur mehr darauf hoffen, dass im Rahmen der Reformpartnerschaft alle Bildungsagenden an den Bund übergehen und endlich einheitliche Bildungsstandards Einzug in unser Schulsystem finden!“

Weitere interessante Artikel

village-6951811 1920-1881x1058
18.01.2026

Freizeitwohnsitze: „Ehrliche Debatte statt ideologischer Scheuklappen“

Mehr dazu
152 - DSC02416-1825x1027
17.01.2026

Auch in Tirol: Corona vorbei, Personalstand geblieben

Mehr dazu
44 - DSC04340-1826x1027
14.01.2026

NEOS zu Klausur der Landesregierung: „Wo ist der Fahrplan für Tirols Zukunft?“

Mehr dazu

Melde dich für unseren Newsletter an!