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NEOS zu Abstimmung bei Schützen: „Rückschritt für Gleichstellung“

Mit großer Mehrheit haben die Tiroler Schützen gegen die Aufnahme von Frauen in den Schützenkompanien gestimmt. Begründet wird diese Entscheidung als „basisdemokratisch“. Frauen, so das Argument, hätten innerhalb der Strukturen ohnehin ausreichend Aufgaben.

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„Welche Rollenbilder hier offenbar noch immer vorherrschen, lässt sich erahnen. Hübsche Frauen dürfen Marketenderin sein und Frauen dürfen Schnitzel panieren und Vereinslokale in Schuss halten. Im 21. Jahrhundert hätte ich mir von einem traditionsbewussten Verein eine andere Entscheidung erwartet. Gleichstellung bedeutet nicht, dass Frauen am Rand mitwirken dürfen, sondern dass ihnen dieselben Möglichkeiten offenstehen wie Männern - beim Aufmarsch, bei der Mitgliedschaft und bei der Mitgestaltung“, so NEOS Klubobfrau Birgit Obermüller. Sie vermutet, dass es wohl erst dann ein Umdenken geben wird, wenn der Nachwuchsmangel nicht mehr zu übersehen ist. Dieses Muster ist aus anderen Traditionsvereinen bekannt: Frauen werden dann zugelassen, wenn es zu wenige Männer gibt. "Gleichstellung passiert aus Mangel an Mitgliedern und nicht aus Überzeugung! Für uns darf Tradition nicht ein Vorwand sein, um überholte Rollenbilder aufrecht zu erhalten. Wer Tradition lebendig halten will, muss sie weiterentwickeln!“, ist Obermüller überzeugt.

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