Zum Inhalt springen

NEOS-Klubobfrau fordert klare Leitlinien des Landes für Gemeindeförderungen und raschere Harmonisierung der Elternbeiträge

„Wenn die Tiroler Landesregierung davon spricht, dass Kinderbildung nicht davon abhängig sein darf, wo ein Kind aufwächst oder welche Möglichkeiten seine Eltern haben, und gleichzeitig glaubt, dieses Problem in Tirol bereits gelöst zu haben, dann ist sie auf einem Auge blind“, kritisiert NEOS-Klubobfrau Birgit Obermüller die enormen Unterschiede bei den Elternbeiträgen in Tiroler Kinderkrippen.

225 - DSC03320-1825x1027

Während Kinderbetreuung in einigen wenigen Gemeinden kostenlos angeboten wird, müssen Eltern andernorts für einen Ganztagsplatz 600 Euro und mehr bezahlen. „Von Wahlfreiheit kann dabei keine Rede sein. In vielen Tiroler Gemeinden gibt es ausschließlich private Kinderkrippen. Eltern können sich also nicht nach einem günstigeren Angebot umsehen, sondern müssen bezahlen, was vor Ort verlangt wird. Wer Beruf und Familie vereinbaren muss, hat schlicht keine Alternative.“

Für Obermüller beginnt das Problem bereits bei der höchst unterschiedlichen Förderung privater Kinderbetreuungseinrichtungen durch die Gemeinden. Manche Gemeinden fördern pro Kind, andere übernehmen Personalkosten, gewähren Pauschalen oder stellen Räumlichkeiten zur Verfügung. „Private Kinderkrippen sind eine unverzichtbare Säule der Kinderbildung in Tirol. Gerade deshalb brauchen sie finanzielle Planungssicherheit. Aber es kann nicht sein, dass diese unterschiedlichen Fördermodelle am Ende dazu führen, dass Eltern je nach Wohnort völlig unterschiedliche Beiträge bezahlen.“ Obermüller nimmt deshalb das Land Tirol in die Pflicht: „Das Land kann sich nicht darauf zurückziehen, dass die Gemeinden schon irgendwie eine Lösung finden werden. Es braucht klare Empfehlungen und transparente Förderstandards, damit sich die Elternbeiträge endlich annähern. Leistbare Kinderbetreuung darf nicht von der Postleitzahl abhängen.“ Besonders unverständlich sei, dass Bildungslandesrätin Cornelia Hagele den Gemeinden dafür bis zu fünf Jahre Zeit lassen wolle. 

Von einem Tiroler „Leuchtturmprojekt“ könne deshalb erst gesprochen werden, wenn nicht nur ein Betreuungsplatz vermittelt werde, sondern dieser für Familien auch tatsächlich leistbar sei. „Ein Platz um 600 Euro und mehr ist für viele Familien kein echtes Angebot. Der Rechtsanspruch auf Vermittlung eines Kinderbetreuungsplatzes ist ein wichtiger Schritt, aber der nächste muss heißen: leistbare Kinderbildung für jedes Kind in Tirol, unabhängig von Einkommen und Postleitzahl.

Weitere interessante Artikel

58 - DSC02590-1825x1027
09.09.2026

NEOS zu Regierungsklausur: „Viel Eigenlob, wenig Neues“

Mehr dazu
DSC05400-2-5916x3326
08.09.2026

Tiroler NEOS zu Kassenärzten: „Probleme wurden erkannt, jetzt muss man ins Tun kommen“

Mehr dazu
72 - DSC09078-1825x1027
08.09.2026Bildung

NEOS zu MCI-Posse: „Leidtragender ist am Ende der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort“

Mehr dazu

Melde dich für unseren Newsletter an!