
NEOS zum eingesparten Regierungssitz: „Wofür war das Amt dann vier Jahre lang gut?“
„Diese Geschichte ist mittlerweile so absurd, dass man sie sich kaum ausdenken könnte“, reagiert NEOS-Klubobfrau Birgit Obermüller auf die Bewerbung von Sicherheitslandesrätin Astrid Mair für einen Spitzenjob bei der Polizei.

Besonders erklärungsbedürftig sei dabei der Zeitpunkt der Bewerbung: „Astrid Mair ist amtierende Landesrätin. Warum bewirbt sie sich überhaupt jetzt schon um eine Spitzenfunktion bei der Polizei? Ihre politische Funktion endet nicht morgen. Allein diese Frage lässt den Verdacht aufkommen, dass hier frühzeitig ein berufliches Platzerl für die Zeit nach der Politik abgesichert werden soll. Sie ist amtierende Sicherheitslandesrätin, selbst ehemalige Polizeiführungskraft und Lebensgefährtin des Tiroler Landespolizeidirektors Helmut Tomac. Bei einer solchen Konstellation reicht es nicht, darauf zu verweisen, dass formal alles korrekt abläuft.“
Obermüller gehe es nicht darum, Astrid Mair ihre fachliche Qualifikation abzusprechen. „Sie verfügt ohne Zweifel über langjährige Polizeierfahrung. Aber gerade deshalb müsste ihr selbst bewusst sein, wie sensibel diese Situation ist. Wer als Mitglied der Landesregierung politische Verantwortung für den Sicherheitsbereich trägt und gleichzeitig bereits an der eigenen beruflichen Zukunft in einer Spitzenposition dieses Systems arbeitet, schafft einen massiven politischen Erklärungsbedarf. Bei der Tiroler ÖVP bekommt man zunehmend den Eindruck, Spitzenfunktionen würden im immer gleichen Familien-, Partei- und Bekanntenkreis weitergereicht. Mich erinnert diese Postenschacherei mittlerweile an ‚La Famiglia‘: Man kennt sich, man hilft sich und am Ende findet sich offenbar immer irgendwo ein passendes Platzerl“, so Obermüller.

NEOS zum eingesparten Regierungssitz: „Wofür war das Amt dann vier Jahre lang gut?“