Obermüller: „Der Tiroler Weg braucht endlich klare Grenzen.“
Die derzeitige Trockenperiode macht sichtbar, was die Tiroler Tourismuspolitik bislang verdrängt hat: Wasser ist keine unbegrenzt verfügbare Ressource. Während die TIWAG Wasser dringend für die Stromerzeugung benötigt, hält Tirol weiterhin an einem Wintertourismus fest, der immer stärker von technischer Beschneiung und Speicherseen abhängig ist.

„Die Tiroler Tourismusstrategie verspricht zwar einen Abschied von ‚höher, schneller, weiter'. Gleichzeitig erklärt sie Skifahren weiterhin zur Kernleistung. Das ist noch keine nachhaltige Neuausrichtung“, so NEOS-Klubobfrau Birgit Obermüller. Sie sieht Tourismuslandesrat Mario Gerber gefordert, aus den allgemeinen Nachhaltigkeitsversprechen endlich verbindliche Politik zu machen. Tirol brauche klare Kriterien dafür, wo Beschneiung ökologisch und energiewirtschaftlich noch vertretbar sei und wo nicht. Zusammenschlüsse von Skigebieten und zusätzliche Aufrüstung würden derzeit viel zu leichtfertig mit regionaler Wertschöpfung gerechtfertigt. „Nachhaltigkeit zeigt sich dann, wenn man bereit ist, Grenzen zu setzen. Angesichts zunehmender Trockenperioden muss der Schutz unserer Wasserressourcen Vorrang vor immer neuen Beschneiungsprojekten haben“, ist Obermüller überzeugt.
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