NEOS Tirol: Klares Nein zum Deponie-Zwischenlager am Penningberg in Hopfgarten
Zu viel Verkehr, zu nah am Wohngebiet, zu großer Schaden für Natur und Tourismus: Die NEOS Tirol lehnen das geplante Zwischenlager für Aushub- und Abbruchmaterial in Hopfgarten im Brixental ab und fordern einen echten Bedarfsnachweis.

Die NEOS sprechen sich klar gegen das geplante Deponie-Zwischenlager am Penningberg aus. In das Lager sollen künftig Materialien wie Erde, Beton, Asphalt und Holz angeliefert, vor Ort aufbereitet und wieder abtransportiert werden. Für die NEOS ist der gewählte Standort dafür aus mehreren Gründen ungeeignet.
„Wir lehnen dieses Vorhaben ab. Der Standort am Penningberg ist schlicht der falsche, und zwar gleich aus mehreren Blickwinkeln“, sagt NEOS Klubobfrau Birgit Obermüller.
Verkehr und Lärm: Die Penningbergstraße ist dafür nicht gebaut
Dieser Einschätzung schließt sich auch der NEOS-Bezirkskoordinator Bernhard Huber, selbst Hopfgartner an. Den vorliegenden Plänen zufolge sind bis zu 40 Lkw-Fahrten täglich über die Penningbergstraße vorgesehen. Diese Straße ist für ein derartiges Verkehrsaufkommen nicht geeignet. Dazu kommen Lärm, Staub und Feinstaub aus dem laufenden Betrieb und der Materialaufbereitung. „Für die Anrainerinnen und Anrainer bedeutet das dauerhaften Schwerverkehr und Dauerbelastung direkt vor der Haustür, über Jahre hinweg“, so Huber.
Schaden für den Tourismusstandort Brixental
Nicht zuletzt droht ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden für den Tourismus. Der Penningberg ist ein beliebtes Ausflugs- und Erholungsziel, in unmittelbarer Nähe wirtschaften Tourismusbetriebe, die von einer intakten Landschaft und einem attraktiven Umfeld leben. „Tirol lebt vom Tourismus. Wer LKW-Kolonnen, Lärm und Staub mitten in ein beliebtes Ausflugsgebiet stellt, beschädigt genau jenes Kapital, von dem die Region lebt und gefährdet damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung direkt vor Ort“, betont Obermüller.
NEOS fordern einen ehrlichen Bedarfsnachweis
Offen bleibt für die NEOS schließlich, ob dieses Lager an diesem Ort überhaupt notwendig ist. „Bevor man den Menschen eine solche Langzeitbelastung zumutet und Wald rodet, muss zweifelsfrei belegt sein, dass es dieses Lager an genau diesem Standort braucht. Diesen Bedarf sehen wir vor Ort nicht“, sagt Huber.
Für die Tiroler NEOS haben der Schutz der Lebensqualität, die Sicherheit der Anrainerinnen und Anrainer sowie der Erhalt des Tourismus- und Wirtschaftsstandorts Vorrang. Sie fordern die Verantwortlichen auf, das Projekt am Penningberg nicht weiterzuverfolgen und für künftige Vorhaben dieser Art von Beginn an transparente, nachvollziehbare und standortverträgliche Lösungen zu suchen.
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