NEOS zu fehlendem Lärmschutz in Silz: LH Mattle darf Verantwortung nicht abschieben
„Seit Jahren wird in Silz über die Errichtung einer Lärmschutzwand diskutiert. Die Anrainer leiden unter dem zunehmenden Zugverkehr immer mehr. Die Landesregierung spricht sich für den zweigleisigen Ausbau im Oberland aus, daher muss es ihr ein Anliegen sein, alles dafür zu tun, dass die Gesundheit der betroffenen Bevölkerung darunter nicht leidet“, so NEOS Klubobfrau Birgit Obermüller.

Umso verwunderter zeigt sich die pinke Klubobfrau ob der Tatsache, dass die Regierungsparteien ÖVP und SPÖ einen NEOS-Dringlichkeitsantrag, der die Landesregierung endlich zum Handeln auffordert, auf die lange Bank schiebt. „Durch die hohe Frequenz an Personen- und Güterzügen entstehen insbesondere in den direkt angrenzenden Wohngebieten erhebliche Lärmemissionen, sowohl tagsüber als auch in den Nachtstunden. Dauerhafter Bahnlärm kann nachweislich zu Schlafstörungen, Stress, Konzentrationsproblemen sowie langfristigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Besonders betroffen sind Familien mit Kindern, ältere Menschen sowie Personen, die im Schichtdienst arbeiten und auf Ruhezeiten angewiesen sind. Es ist höchste Zeit, endlich zu handeln“, meint Obermüller.
„Alle Pläne liegen vor, sogar die Finanzierung wäre geklärt. Es kann nicht sein, dass die Landesregierung, allem voran der für Gemeinden zuständige Landeshauptmann Mattle, dabei zuschaut, wie sich ein ÖVP-Bürgermeister gegen den Ruf nach Gesundheit der Bevölkerung stellt“, so Obermüller. Auch wenn die letzte Entscheidung auf Grund der Gemeindeautonomie bei der Gemeinde Silz liegt, so wäre ein ÖVP-internes Machtwort von Parteichef Mattle wohl ein „Game-Changer“. „Man darf sich bei unangenehmen Themen nicht immer hinter der Gemeindeautonomie verstecken. Eine Handlungsempfehlung der Landesregierung für einen Bürgermeister ist auch noch lange kein Eingriff in dieses Grundrecht von Gemeinden“, ist Obermüller überzeugt.



