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Gemeinsame Schule: Schluss mit dem Zuständigkeits-Pingpong – Tirol braucht endlich Mut für eine Pilotregion!

„Wenn es um die Gemeinsame Schule geht, erleben wir in Innsbruck seit Monaten dasselbe Schauspiel: Bildungsstadträtin Elisabeth Mayr und Bildungslandesrätin Hagele spielen sich den Ball gegenseitig zu – und am Ende passiert nichts“, kritisiert Klubobfrau Birgit Obermüller scharf.

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Während Mayr regelmäßig betont, das Land müsse die Initiative ergreifen, lohnt sich ein Blick in den Landtag: „Dort waren es ausgerechnet ihre eigenen Parteikolleg:innen, die gleich zwei Mal meinen Antrag für eine Pilotregion in Innsbruck abgelehnt haben. Wer ernsthaft Reformen will, darf sie nicht im selben Atemzug blockieren“, so Obermüller.

Auch Bildungslandesrätin Hagele verstecke sich hinter Zuständigkeiten und verweise reflexartig auf den Bildungsminister. „Dabei ist die Lage klar: Der Minister hat angekündigt, die rechtlichen Grundlagen für Pilotregionen zu schaffen. Dies ist auch im Koalitionsprogramm festgehalten. Was fehlt, ist nicht der rechtliche Rahmen, sondern der politische Wille im Land Tirol.“

Besonders deutlich weist Obermüller die Argumentation Mayrs zurück: „Es ist nicht Aufgabe einer Innsbrucker Stadträtin, Schulen zusammenzubringen und strukturelle Bildungsreformen voranzutreiben. Diese Verantwortung liegt ganz klar beim Land. Eine Landesrätin muss hier gestalten und nicht zuschauen.“ Ein erster Schritt wäre längst möglich gewesen: „Die Landesrätin hätte das Thema schon vor Monaten an die Bildungsdirektion delegieren können. Der pädagogische Leiter ist genau dafür zuständig, Konzepte zu entwickeln und einen Bildungsplan für eine Pilotregion auszuarbeiten. Stattdessen wird auf Zeit gespielt.“

Mit Blick auf die bevorstehende Neubesetzung der Bildungsdirektion zeigt sich Obermüller vorsichtig optimistisch: „Ich hoffe sehr, dass ein neuer Bildungsdirektor den Mut hat, dieses Zukunftsthema endlich anzupacken. Tirol kann es sich nicht leisten, bei Bildungsreformen auf der Stelle zu treten.“

Abschließend betont Obermüller die inhaltliche Linie: „Während in Wien über eine sechsjährige Volksschule diskutiert wird, halte ich für Tirol das Modell der Gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen für den richtigen Weg. Es geht um Chancengerechtigkeit, um längeres gemeinsames Lernen und darum, Kinder nicht zu früh zu trennen. Dafür braucht es jetzt endlich konkrete Schritte und keine Ausreden mehr.“

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