Zum Inhalt springen

Fragestunde – Quote für Studierende?

Innsbruck ist eine Studentenstadt und darauf sollen wir auch stolz sein. Die Studierenden beleben das Stadtbild, sorgen für Umsatz und sind Arbeitskräfte, die in vielen anderen Städten händeringend gesucht werden. Viele von ihnen werden zu Fachkräften ausgebildet, bleiben bei uns und gründen Unternehmen und eine Familie. 

51 - DSC04700-1826x1027

Trotzdem darf man nicht ignorieren, dass die Vielzahl an Studierenden einen enormen Druck auf den Wohnungsmarkt ausübt. Eine Quote an unseren Unis kann dieses Problem auch nicht lösen. Mehr studentisches Wohnen, um den Druck auf den privaten Markt zu reduzieren, wären ein möglicher Ansatz, denn auch unsere Einheimischen wollen ihre Studentenjahre in Innsbruck genießen und nicht zu Hause bei Mama und Papa wohnen. 

Das Bild des dauerskifahrenden Bummelstudenten aus Deutschland, der auf unsere Kosten studiert und dann wieder nach Hause geht, ist ein überzeichnetes. Die Quote alleine wird auch nicht das Problem des Ärztemangels lösen. Seit Jahren gibt es eine Regelung, dass 75% der Medizinstudenten aus Österreich kommen müssen. Trotzdem stehen wir in ganz Österreich vor einem enormen Ärztemangel. Ein ähnlich prekärer Mangel herrscht auch bei Psychologen. Aber auch damit stehen wir in Tirol nicht allein da. Alle anderen Bundesländer, die einen weitaus höheren Anteil an einheimischen Studierenden aufweisen, sind unterversorgt. Schuld daran sind unsere Rahmenbedingungen nach dem Studium. Es gibt viel zu wenig Ausbildungsplätze, Kassenarztstellen sind unattraktiv und Verdienstmöglichkeiten sind in unseren Nachbarländern größer.

Weitere interessante Artikel

119 - DSC03450-1825x1027
26.03.2026Bildung

NEOS zu Landeslehrer: „Politisches Schauspiel“

Mehr dazu
56 - DSC09209-1825x1027
26.03.2026

Gewalt an Frauen ist kein Randthema!

Mehr dazu
9 - DSC08937-2738x1539
24.03.2026

Tiroler NEOS zu Pressestunde von LH Mattle: „Viele Ankündigungen, wenig Substanz“

Mehr dazu

Melde dich für unseren Newsletter an!