Tiroler NEOS:

Kollateralschäden der Krise für Gesellschaft nicht länger tragbar 

29. Januar 2021

KO Oberhofer: „Wir müssen sanfte Öffnungsschritte mit Hirn setzen, bevor die Gesundheitskrise immer mehr zu psychosozialen Krise wird.“

NEOS-Klubchef Dominik Oberhofer beobachtet mit großer Sorge die zunehmende psychische Belastung vor allem bei Kindern und Jugendlichen in der aktuellen Zeit. Er fordert das Land auf, in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie direkt an den Schulen entsprechende Vorkehrungen zu treffen, um die psychosozialen Folgen der Krise möglichst abzufedern: „Die Signale zur psychischen Gesundheit der Bevölkerung, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, sind – auch mit Blick auf das Tiroler Gesundheitsangebot – besorgniserregend. Besonders das psychosoziale Beratungsangebot an den Schulen muss deutlich ausgebaut und so ein möglichst niederschwelliges Angebot mit Fokus auf die Früherkennung geschaffen werden“, so Oberhofer: „Antriebslosigkeit, Essstörungen, Depressionen und Suizidgedanken sind nur einige der Auswirkungen von dem schon so lange anhaltenden Distance Learning und der fast permanenten Isolation der jungen Menschen von ihren Schulkolleg_innen und Freund_innen. Die psychische Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen verschlechtert sich im Lockdown zunehmend“, warnt der pinke Klubchef.

Für Oberhofer könne eine mögliche weitere Verlängerung des Lockdowns nur Ultima Ratio sein. „Bei allem Verständnis dafür, dass es weiterhin unkalkulierbare Risiken gibt, fehlt mir nach fast einem Jahr der Pandemie die Verhältnismäßigkeit. Wir alle brauchen endlich eine Perspektive.  Deshalb müssen wir mit einer FFP2-Maskenpflicht, einer klugen Teststrategie für Schulen, den Gesundheitsbereich und köpernahe Dienstleistungen sowie mit Selbsttests in Eigenverantwortung erste Öffnungsschritte setzen. Die Kollateralschäden sind jedenfalls nicht länger tragbar – weder für unsere Kinder und Jugendlichen, denen in der sozialen Isolation die Beziehung zu Gleichaltrigen fehlt, noch für die Wirtschaft, die um tausende Arbeitsplätze kämpft.“ (ER)