NEOS:

Investorenstopp völlig falsches Signal

20. April 2021

Die SPÖ fordert heute, Investoren für ‚Betongold‘ ein Widmung zu untersagen, für die NEOS ein völlig falsches Signal und unrealistisch in der Umsetzung. „Was GR Benjamin Plach hier fordert, ist ein völlig falsches Signal! Die Stadt vor Investoren, die Wohnungen errichten wollen, abzuschotten, wird den ohnehin angespannten Markt zusätzlich verknappen. Damit wird bestehender Wohnraum noch attraktiver und der Preis der Immobilien wird in‘s Unermessliche steigen. Mit dem SPÖ Vorschlag wird bestehndes ‚Betongold‘ nochmal mit einer Goldschicht überzogen. Da gratuliere ich der SPÖ, wenn sie Investoren nochmal eine Wertsteigerung drauf packt. Diese Regulierungsphantasie ist nicht zu Ende gedacht. Wie und wer entscheidet denn, ob es sich um einen Investor im Sinne der SPÖ handelt,“ fragt sich Seidl Julia, GRin der NEOS, wie man das Umsetzen will und sieht ein gefährliches Signal.

„Mir ist schon klar, dass die SPÖ in Innsbruck den Marktmechanismus am liebsten aushebeln würde und nur mehr sozialen Wohnbau betreiben will. Auf Gemeindeebene Regulierungen aufzustellen, welche den internationalen Geldmarkt einschränken sollen, ist aber schon einigermaßen absurd,“ argumentiert Seidl Julia, dass die SPÖ vergisst, dass die aktuelle Zinspolitik Investitionen in Wohnraum, erst richtig attraktiv macht. 

Leestand muss unattraktiv sein

„Wir NEOS sehen einen anderen Hebel als deutlich effektiver und nachhaltiger, und zwar den der Leerstandsabgabe. Dass Wohnungen gebaut werden, die nie bewohnt werden sollen und ewig leer stehen, das ist unser Problem! Nur eine empfindliche Leerstandsabgabe, kann hier ein gewisser Hebel sein. Diese, auf Grund einer nicht vorhandenen Wohnsitzmeldungen zu berechnen, wäre ein Möglichkeit. Diese Forderung muss endlich umgesetzt werden, da ist auch das Land am Zug. Leerstand muss unattraktiv sein,“ formuliert Seidl einen effektiveren Hebel. 

Mehr Wohnraum im Planungsverband, nicht Verknappung

„Kompakt zu bauen und die bestehende Fläche so effizient wie möglich auszunutzen, ist das Gebot der Stunde. Jeder der ein gewisses Maß an Dichte verteufelt, sagt damit gleichzeitig ‚Ja’ zum Flächenfrass und zu teurem Wohnraum. Es ist Aufgabe der Stadtpolitik dafür zu sorgen, dass wir sorgsam mit unserem Raum umgehen und mehr Wohnraum schaffen. Dass private Investoren auch Wohnraum schaffen, ist wichtig. Denn, es gibt nicht nur Bedarf an gefördertem Wohnraum,“ fordert Seidl Julia mehr Umsicht bei der Debatte um kompaktes Bauen. 

„Eine weitere wichtige Forderung, die wir ebenfalls seit Jahren trommeln, es muss gemeinsam im Planungsverband mehr geförderter Wohnraum geschaffen werden. Innsbruck ist kein isoliertes Gebiet und kann somit auch nicht alleine eine Lösung anbieten. In den Umlandgemeinden wird zu wenig kompaktes, gefördertes Wohnen errichtet, damit steigt der Druck auf die Stadt. Hier muss es endlich Gespräche geben, wie man den Wohnraum besser verteilt,“ fordert Seidl dringend eine gemeinsame Wohnraumplanung im Verband.