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NEOS wollen Innsbruck besser machen

NEOS treten bei den Gemeinderatswahlen mit einer diversen und breit aufgestellten Liste an, die über Expertisen in den verschiedensten Bereichen verfügen. Bei der Pressekonferenz stellte Spitzen- und Bürgermeisterkandidatin Julia Seidl die Top-5 der Liste sowie die wichtigsten NEOS-Themen für Innsbruck vor.

Geht es nach der pinken Spitzenkandidatin, soll die Zeit des Stillstandes und der Streitereien ein Ende finden: „Innsbruck ist für mich eine Herzensangelegenheit. Darum macht es mich persönlich immer traurig, wenn ich höre, wie satt die Menschen die ewigen Streitereien in der Stadtpolitik haben, auch wenn ich es sehr gut nachvollziehen kann. Wo so viel gestritten wird, fehlt die Energie und Zeit sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und Projekte umzusetzen. Wir NEOS sind die einzige Fraktion im Innsbrucker Gemeinderat, die nicht zerstritten ist und sich gespalten hat! Wir haben neue Köpfe und wollen konstruktiv und mit innovativen Ideen Innsbruck besser zu machen.“

Stadtseilbahn als Teil von innovativen Verkehrslösungen

Über den Sommer initiierten die Pinken einen breiten Ideenfindungsprozess, bei dem gemeinsam mit der Innsbrucker Bevölkerung nach den brennendsten Themen und den besten Lösungen gesucht wurde. „Dabei wurde schnell deutlich, dass Verkehrslösungen und neue Mobilitätskonzepte ganz oben auf der Wunschliste der Bevölkerung stehen“, fasst Seidl zusammen. „Allein schon das Baustellenmanagement gleicht einem Chaos und Staus sind vorprogrammiert. Das geht besser“, sagt Seidl, die sich zu diesem Thema bereits aktiv in den Gemeinderat eingebracht hat. „Wir fordern schon lange eine Stadtseilbahn. Nach der Studie vom Land Tirol ist nicht mehr viel passiert. Dabei wäre es auf lange Sicht wichtig, diese zu realisieren, um die Umlandgemeinde zu entlasten“, hält Seidl fest. 

Ein weiterer Punkt, den Seidl schon seit langem fordert, ist eine unterirdische Zusammenlegung der Tiefgaragen. „Das Ziel muss sein, mit einem Parkleitsystem die Parkplatzsuchenden in den Tiefgaragen zu leiten und damit den Verkehr unter die Erde zu bringen. Dafür gibt es in Innsbruck mehrere Möglichkeiten für eine Realisierung“, sagt Seidl.

Für die pinke Bürgermeisterkandidatin steht auch fest, dass man den Menschen den Abschied vom eigenen Auto erleichtern muss. „Ich habe mir bei diesem Thema schon fast die Zähne ausgebissen, aber in Innsbruck gibt es noch immer kein Car-Sharing. Dabei handelt es sich nicht um einen Trend, sondern um ein Zukunftsmodell, deshalb braucht Innsbruck Mobilitäts-Hubs, an den Verkehrsmittel ausgeliehen und zurückgegeben werden können“, fordert Seidl endlich ein Angebot für Car-Sharing. 

Leerstandsmanagement in Angriff nehmen

„Ein weiteres wichtiges Thema ist der Leerstand im Erdgeschoss. Hier schreien alle auf, aber diese heiße Kartoffel möchte keiner angreifen. Wir brauchen ein Citymanagement, das die Aufgaben hat, das Leerstandsmonitoring und Straßenraumgestaltung übernehmen soll“, sagt Seidl. Für die NEOS braucht es Wirtschaftsanreize und gemeinsame Strategie, damit die Straßenzüge nicht aussterben. „Wir müssen das Thema aktiv angehen und die Entwicklung gestalten“, sagt Seidl. 

Jugend endlich ernst nehmen

„Der Stadt ist die Jugend egal. Das jüngste Beispiel dafür ist die peinliche Posse rund ums Sonnendeck“, so Listenplatz zwei, Lukas Schobesberger, der die Petition zum Abbau des Geländers an der Innmauer ins Leben gerufen hat, die mittlerweile von über 11.000 Menschen unterschrieben wurde. „Die Stadt ignoriert nicht nur die Jugendkultur, sondern zerstört sie bewusst. Es gibt immer weniger Eventlocations, Clubs und Ausgehmöglichkeiten. Es braucht aber Freiräume in Innsbruck, nicht nur für die Jungen, an denen sich die Bevölkerung nach ihren Vorstellungen ausleben kann. Zudem braucht es konsumfreie Aufenthaltsorte im Freien und endlich legale Zugänge zum Inn“, so Schobesberger.

Stadtbild für die Zukunft

„Innsbruck ist Vorreiter bei der Flächenversiegelung“, hält Mario Toferer (35, Architekt) fest und gibt zu bedenken, dass die Bodenversiegelung 30 Prozent vom Klimawandel ausmacht. „Es gibt Möglichkeiten, dem entgegenzuwirken, wie zum Beispiel flächendeckend Gebäude um ein oder zwei Stockwerke aufstocken, oder Baudichten zu erhöhen“, führt Toferer aus. Gewerbegebiete in Mischgebiete umwandeln und damit Raum gewinnen, ist für Mario Toferer eine weitere Möglichkeit. „Wir müssen jetzt Antworten für Fragen in 20 Jahren finden und Innsbruck muss dabei eine Vorbildfunktion einnehmen. Das Potenzial ist da, es muss nur genützt werden“, hält Toferer fest.  

Mikromobilität stark verbessern

„Wir müssen Wirtschaft ganzheitlich sehen, nicht nur den Bürokratieabbau, sondern auch Kinderbetreuung und Verkehr sind Wirtschaft. Es fehlt in Innsbruck eine Strategie für den Verkehr, im Speziellen die Mikromobilität“, so der Unternehmer Alban Egger auf Listenplatz 4. Er fordert eine Strategie für Mikromobilität sowie baulich getrennte Radstreifen, um die Sicherheit zu erhöhen. Alban Egger will zudem Start-ups und Gründungen verstärkt fördern. 

Öffnung der Schulsprengel und kostenloses Schulessen

„Die Bildung der Kinder darf nicht im Widerspruch mit der Karriere der Eltern stehen“, sagt Shari Kuen (42, Mutter). Es braucht mehr Personal für Kindergärten und einen Ausbau der leistbaren ganztätigen Kinderbetreuung sowie der Ganztagsschule. „Eltern müssen die freie Wahl haben, in welchem Sprengel sie ihre Kinder in die Schule schicken“, so Kuen.  Geht es nach ihr, soll sich Innsbruck ein Beispiel an Wien nehmen: „Dort wurde ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder bereits umgesetzt.“ 

Proporz abschaffen, keine Koalition mit der FPÖ

„Gerade auf Gemeindeebene ist es wichtig, mit allen Parteien zu reden und bei gewissen Themen auch konstruktiv zusammenzuarbeiten“, so Seidl.  Eine Koalition mit der FPÖ schließt sie aber aus: „Das geht sich für uns inhaltlich nicht aus.“ In diesem Zusammenhang erneuert Seidl ihre Forderung nach der Abschaffung des Proporzsystems: „So könnte man endlich das leidige Thema der nicht-amtsführenden Stadträte beenden. Niemand in der Bevölkerung hat Verständnis dafür, wenn Leute im Stadtsenat fürs Nichtstun fürstlich entlohnt werden.“

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