Obermüller: "Schulleitungen müssen endlich auch dienst- und besoldungsrechtlich als das anerkannt werden, was sie längst sind: Führungskräfte mit hoher Managementverantwortung."
Dass es immer schwieriger wird, Schulleitungen zu finden, überrascht niemanden, der den Schulalltag kennt.

„Schulleitung ist ein hochverantwortlicher Managementjob: Personalführung, Krisenmanagement, Elternarbeit, Organisation, Verwaltung, Schulentwicklung und pädagogische Verantwortung laufen dort zusammen. Gleichzeitig werden Direktor:innen dienstrechtlich weiterhin wie Lehrpersonen behandelt, die lediglich eine Dienstzulage bekommen. Diese Zulage hängt je nach Dienstrecht und Schulgröße an Klassen, Kategorien oder Vollbeschäftigungsäquivalenten. Das wird der Verantwortung moderner Schulleitung nicht gerecht“, stellt NEOS-Klubobfrau und Bildungssprecherin Birgit Obermüller klar.
Sie begrüßt die Initiative von Bildungsminister Christoph Wiederkehr: "Mit dem Mittleren Management hat Wiederkehr bereits einen wichtigen Schritt gesetzt, um Schulleitungen zu entlasten: Führungs-, Koordinations- und Organisationsaufgaben sollen künftig nicht mehr allein auf den Schultern der Direktor:innen liegen, sondern auf mehrere Personen am Standort verteilt werden. Ab dem kommenden Schuljahr wird diese neue Struktur an größeren Pflichtschulen eingeführt und danach ausgeweitet. Die Einführung erfolgt gestaffelt: zunächst ab 2026/27 an mittleren und größeren Pflichtschulen mit mindestens 15 Klassen, ab 2027/28 auch an den übrigen Schulen."
Aus Sicht der pinken Bildungssprecherin braucht es noch eine grundsätzliche Reform der Schulleitungsbesoldung. „Schulleitungen dürfen nicht länger wie Lehrpersonen mit einer kleinen Zulage behandelt werden. Sie führen komplexe Organisationen und tragen Verantwortung für Kinder, Lehrpersonen, Eltern, Schulentwicklung und Krisensituationen. Das muss sich auch in der Bezahlung niederschlagen“, so Obermüller, die auf eine möglichst rasche Änderung der entsprechenden Gesetze hofft, sobald der Bund die budgetären Möglichkeiten dazu hat.



