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Obermüller: „Kinderschutz darf nicht am Budget scheitern!“

NEOS fordern ausreichende Finanzierung und klare Qualitätsstandards in der Kinder- und Jugendhilfe.

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„Wenn nicht alle Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe als sichere Orte bewertet werden können, ist laut Volksanwaltschaft politischer Handlungsbedarf gegeben. Dann braucht es eine ehrliche Analyse, klare Qualitätsstandards und vor allem die notwendigen Ressourcen. Was nützen Kinderschutzkonzepte, wenn zu wenig Geld da ist, sie umzusetzen“, fragt NEOS-Klubobfrau Birgit Obermüller. Auch der aktuelle Tätigkeitsbericht der Tiroler Kinder- und Jugendanwaltschaft zeigt deutlich: Kinderrechte und Kindeswohl dürfen gerade in Zeiten zunehmenden Spardrucks nicht relativiert werden. Fehlende Plätze und zu knapp bemessene Unterstützungsangebote treffen jene Kinder und Jugendlichen, die besonders dringend Schutz und Stabilität brauchen. 

Der Dachverband Tiroler Kinder- und Jugendhilfe reagierte auf die Vorwürfe der Volksanwaltschaft und machte in einer Stellungnahme klar, dass sichere Orte nicht allein durch das Engagement einzelner Einrichtungen entstehen. Notwendig sind ausreichend Personal, räumliche Standards, Qualitätsmanagement, Schutzkonzepte, Elternarbeit, Therapieangebote, Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Perspektiven beim Übergang in ein selbstständiges Leben.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendhilfe leisten unter schwierigen Bedingungen enorm wichtige Arbeit. Aber wenn Einrichtungen mit den bestehenden Ressourcen an ihre Grenzen stoßen, dann ist das ein politisches Problem“, betont Obermüller.

Bestätigt sieht sich Obermüller auch durch die Reformkommission rund um Irmgard Griss zu SOS-Kinderdorf. Diese hat deutlich gemacht, dass Kinderschutz nicht nur auf Papier bestehen darf, sondern klare Strukturen, Beteiligung, Beschwerdewege, gute Arbeitsbedingungen und eine konsequente Umsetzung von Reformen braucht. „All das gibt es nicht zum Nulltarif. Wer sichere Orte für Kinder will, muss sie auch finanzieren“, so Obermüller.

Die NEOS fordern daher von der Tiroler Landesregierung eine transparente Darstellung des tatsächlichen Bedarfs, die rasche Umsetzung des bereits erarbeiteten Bedarfs- und Entwicklungsplans sowie eine ausreichende finanzielle Absicherung der Kinder- und Jugendhilfe. „Kinder und Jugendliche, die nicht mehr zu Hause leben können, brauchen mehr als ein Dach über dem Kopf. Sie brauchen Schutz, stabile Beziehungen, Therapie, Bildung, Beteiligung und Perspektiven. Jeder Euro, der hier fehlt, fehlt bei Kindern, die unsere Unterstützung am dringendsten brauchen“, stellt Obermüller abschließend klar.

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