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NEOS zu FRIDA: Tirol schafft den Kurswechsel in der Kinderbetreuung nicht alleine

„Wir NEOS weisen schon seit Beginn dieser Landtagsperiode darauf hin, dass es beim ehemaligen Leuchtturmprojekt an Transparent fehlt, vor allem bei den Tarifen. In einer Landtagssitzung stellte LRin Hagele bereits klar, dass es für die Gemeinden eine Übergangsfrist von 5 Jahren geben wird. Das hat den Dachverband Selbstorganisierte Kinderbetreuung Tirol schließlich dazu bewogen, eine Petition für faire Elternbeiträge in ganz Tirol aufzulegen mit dem Ziel, dass eine Betreuungsstunde nicht mehr als 1,20 Euro kostet. Daher wird auch Liste Fritz Chefin Andrea Haselwanter jetzt mit ihrem Dringlichkeitsantrag auf Granit beißen“, ist Klubobfrau Obermüller überzeugt.

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Sie wundert sich allerdings, dass die Liste Fritz jetzt plötzlich aufgewacht ist, dass das Leuchtturmprojekt der Landesregierung doch keines ist. Bei der erforderlichen Gesetzesänderung gab sie noch ihr OK, obwohl jedem klar sein hätte müssen, dass es vorerst keine einheitlichen Elternbeiträge geben wird. „Einsicht ist der erste Weg zur Besserung“, so Obermüller.

In Tirol sehen sich Eltern seit Jahrzehnten mit völlig unterschiedlichen Tarifen, Öffnungszeiten und Qualitätsstandards konfrontiert. „Vor diesem Hintergrund bringen wir in der kommenden Landtagssitzung einen Antrag ein, der einen grundsätzlichen Kurswechsel einfordert. Wir NEOS glauben nicht mehr daran, dass das viel zitierte Leuchtturmprojekt des Landes tatsächlich zum Leuchten kommt. Bisher beschränkt sich der Fortschritt auf eine digitale Anmeldeplattform!“, so Obermüller. Ziel ihres Antrages ist es daher, dass sich Tirol im Rahmen der Reformpartnerschaft von Bund, Ländern und Gemeinden klar für bundesweit einheitliche und verbindliche Mindeststandards in der Kinderbetreuung einsetzt: „Die Blockadehaltung mancher Bürgermeister in Tirol wird uns nicht weiterbringen, solange die Landesrätin auf sie hört. Es geht hier um echte Chancengerechtigkeit für Kinder - unabhängig von ihrer Postleitzahl. Einheitliche Mindeststandards bei Betreuungsschlüssel, Gruppengröße, Qualifikation des Personals und leistbaren Elternbeiträgen sichern nicht nur die Qualität der frühkindlichen Bildung, sondern auch den akuten Fachkräftemangel. Wenn Tirol diesen Reformprozess nicht von sich aus schafft, gelingt es vielleicht mit dem Anstoß des Bundes.“

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