NEOS Oberhofer zu Glungezer:

„Gesamtbilanz offenlegen statt vermeintliche Jubelmeldungen abfeuern!“ 

17. November 2020

„Wenn bei Investitionen der öffentlichen Hand von weit über 20 Millionen Euro schon 2,6 Millionen Euro Umsatz beim Tourismusverband für Jubelmeldungen sorgen, dann muss man genauer hinsehen“, reagiert NEOS-Klubobmann Dominik Oberhofer auf die vermeintliche Erfolgsmeldung der Glungezerbahn: „Ob und vor allem wie rentabel der Glungezer und die Entwicklung des Schigebietes wirklich ist, wird man nur dann sehen, wenn die Gesamtbilanz veröffentlicht wird. Es ist höchst unseriös vom TVB und seinen Funktionär_innen Jubelmeldungen dieser Art abzufeuern, wenn die Transparenz fehlt!“

Der pinke Klubchef bleibt vollinhaltlich bei seiner Kritik an den Förderungen von Kleinschigebieten: „Gerade der Glungezer ist eines von vielen Beispielen. Tirol hat genügend Schigebiete, vor allem in niedrigen Lagen, die mit der Herausforderung der Klimaerwärmung zu kämpfen haben. In Tirol wurde noch nie so viel Steuergeld in Kleinst- und Kleinschigebiete investiert, wie in den letzten sieben Jahren unter Schwarz-Grün – über 200 Millionen Euro für neue Lifte, Schneekanonen und Speicherteichs! Dabei handelt es sich um 100% öffentliches Geld. Das ist weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll.“

Und die Thematik würde zunehmend an Fahrt gewinnen, wenn man sich etwa die Diskussion um die Mutterer Alm Bahn anschaue, so Oberhofer weiter: „Jetzt, wo privatisiert werden soll, geht ein Aufschrei durch die Politik. Denn für Schwarz-Grün ist ein Schigebiet offenbar nur dann ein gutes Schigebiet, wenn es mit Steuergeld finanziert wird. Umgekehrt gilt für private Betreiber, dass sie lediglich Umweltverschmutzer, Naturzerstörer und –ausbeuter sind. Das ist inakzeptabel!“ Der pinke Klubobmann abschließend: „Auch wenn ich mir politisch in dieser Sache wenig Freunde mache, stehe ich dazu: Es ist NICHT Aufgabe der Steuerzahler_innen mit ihrem Geld in Tirol Schigebiete zu finanzieren!“ (ER)