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NEOS zu Rassismus-Eklat am Oktoberfest: „Distanzieren allein ist zu wenig“

Nach dem Rassismus-Eklat eines ÖVP-Funktionärs aus dem Bezirk Innsbruck-Land am Münchner Oktoberfest hat sich die Tiroler Volkspartei vom Inhalt seiner Aussagen distanziert. Für die Tiroler NEOS bleibt damit die entscheidende Frage offen.

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„Wer einem Menschen wegen seiner Hautfarbe abspricht, hier zu Hause zu sein, offenbart ein Weltbild. Und mit diesem Weltbild kann man keine politische Führungsfunktion behalten, auch nicht auf Ortsebene“, so NEOS Klubobfrau Birgit Obermüller. Die Entschuldigung des Mannes sei ein erster Schritt, ersetze aber keine Konsequenzen. „Die ÖVP hat sich von den Aussagen distanziert. Ob der Mann seine Funktion behält, darauf gibt sie keine Antwort. Diese Konsequenz muss die Volkspartei jetzt ziehen.“

Zuständig ist Bezirksparteiobfrau und Landesrätin Cornelia Hagele. Selbst der Tiroler Gemüsebauernverband hat mit dem Mann gesprochen und klargestellt, dass Rassismus im Verband keinen Platz hat. „Wenn ein Branchenverband klarer handelt als eine Regierungspartei, stimmt etwas nicht. Frau Hagele hat es in der Hand, aus der Distanzierung eine Entscheidung zu machen“, betont Obermüller.

Tirol lebt von Menschen aus aller Welt, im Tourismus, in der Pflege, in der Landwirtschaft und in der Industrie. Viele von ihnen haben die Szene gesehen. „Diese Menschen erwarten zu Recht, dass Politik nicht nur Pressemitteilungen schreibt, sondern Grenzen zieht. Eine Partei, die in Tirol den Landeshauptmann stellt, muss hier Vorbild sein“, meint Obermüller.

NEOS Tirol fordert die ÖVP daher auf, rasch und transparent zu klären, welche Konsequenzen der Vorfall für die Funktion des Mannes hat. „Wer A sagt, muss auch B sagen. Wer sich in aller Deutlichkeit distanziert, muss auch in aller Deutlichkeit handeln“, schließt Obermüller ab.

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