NEOS Bürger:innendialog zur Gesundheitsversorgung in Tirol: Erste Rückmeldungen zeigen, wo es zwickt
Erste Bilanz des NEOS-Bürger:innendialogs „Wo zwickt’s?“: Wartezeiten, Zwei-Klassen-Zugang, zu viel Bürokratie.

Im August starteten die Tiroler NEOS ihren Bürger:innendialog zur Gesundheitsversorgung in Tirol. Jetzt gibt es erste Zwischenergebnisse. „Bisher haben über 200 Personen daran teilgenommen und der Befund ist eindeutig: Lange Wartezeiten auf Facharzttermine und Behandlungen sind die am häufigsten genannten Probleme. Medizinische Qualität und Einsatz des Personals werden allerdings ausdrücklich gelobt und positiv bewertet. Das Problem ist ein System, in dem man monatelang auf einen Termin wartet. Das frustriert die Menschen“, zieht NEOS Landessprecherin Birgit Obermüller eine erste Bilanz. Besonders alarmierend: Viele haben den Eindruck, schneller einen Termin zu bekommen, wenn sie privat zahlen. „Wenn die Geldbörse über die Wartezeit entscheidet, ist die Zwei-Klassen-Medizin in Tirol längst Realität. Das darf keine Landesregierung achselzuckend hinnehmen“, betont Obermüller.
Das Personal im Gesundheitsbereich benennt seine Problemfelder ganz klar: weniger Bürokratie, planbare Dienste, faire Entlohnung und mehr Zeit für Patient:innen. „Jede Stunde, die mit Einspringen und doppelter Dokumentation verloren geht, fehlt bei den Patient:innen. Wer das Personal nicht entlastet und fair entlohnt, wird es verlieren und mit ihm die Versorgung“, warnt Obermüller und appelliert abermals an Landesrätin Hagele: „Es braucht endlich eine faire Bezahlung für alle Bediensteten im Gesundheitsbereich. Es ist mir nach wie vor ein Rätsel, warum man sich querstellt und Personen mit Altverträgen nicht in das bessere neue System übertreten lässt.“
Der Bürger:innendialog wird noch bis November weiterlaufen.
Link zur Teilnahme: www.wo-zwickts.at



