NEOS Innsbruck:

Wave in Wörgl als Schwimmleistungszentrum

7. April 2021

Die Debatte um die Zukunft des Schwimmbades Wave in Wörgl nehmen kein Ende. Eine Renovierung des Bades würde die Stadt lt. Gutachten knapp € 9,5 Mio. kosten. Ebenso nimmt die Diskussion in Innsbruck um ein neues Megabad am Tivoli wieder Fahrt auf. Die NEOS erteilen dem Standort Tivoli dafür eine klare Absage. "Das neue Megabad am Tivoli ist auf Grund des beschränkten Platzangebotes und der horrenden Kosten unserer Meinung nach keine Lösung, vielmehr sollten Synergien über die Gemeindegrenzen hinaus genutzt werden," so NEOS Innsbruck Gemeinderätin Julia Seidl.

"Wir diskutieren in Tirol gerade im Abstand von 55 km zwei riesige Schwimmbadprojekte, ohne dass es ein landesweites Gesamtkonzept gibt. Das ist doch absurd, denn Schwimmbäder sind immer eine langfristige hohe finanzielle Belastung für die Gemeinden,“ weiß Seidl. Die Innsbrucker NEOS hatten bereits letzte Woche eine weitaus kostengünstigere Lösung für den geplanten Umbau des Tivoli Bades präsentiert. „Ob unser Vorschlag Gehör findet, steht aber in den Sternen,“ so Seidl.

Unterstützung erhält Seidl von NEOS Wörgl Sprecher Christoph Huber: „Am Sonntag findet die Volksbefragung statt, bei der entschieden wird, ob das Wave saniert werden soll oder nicht. Die Bürgermeisterin möchte sich bei einer Beteiligung von 70% an das Ergebnis halten – für uns ein vollkommen unrealistischer Wert. Wir NEOS lehnen aber auch einen Neubau des Wave nicht kategorisch ab. Dieser muss dann aber sinnvoll und effizient genutzt werden. Darüber sollte man sich heute schon Gedanken machen. Wir schlagen daher vor, dass wenn in Wörgl ein Neubau am Wave Areal angedacht wird, dort das Leistungszentrum Schwimmen inkl. 50m Wettkampfhalle, das in Innsbruck gerade debattiert wird, anzusiedeln."

Gemeindekooperationsprojekt für ganz Tirol

 "Wenn das neue Leistungszentrum im Rahmen einer Gemeindekooperation geplant wird, könnten sich mehrere Gemeinden beteiligen und ein attraktives, vielfältiges Schwimmangebot für das ganze Land schaffen. Immerhin ist man mit dem Railjet in knapp 25 Min. von Innsbruck am Bahnhof in Wörgl,“ denkt Huber auch über die Gemeindegrenzen hinaus. „Innsbruck könnte sich im Rahmen von Verträgen z.B. Bahnen für Trainings von Innsbrucker Vereinen als Gegenleistung sichern und eine gemeinsame Schwimmkarte für Innsbruck und Wörgl anstreben," fordert Seidl ein gemeindeübergreifendes, landesweites Kooperationsprojekt.

 "Im Sinne des ganzen Landes schlagen wir zudem endlich eine Gesamtstrategie für das Schwimmangebot in Tirol vor. Das wäre eine sinnvolle und langfristige Maßnahme, um die Versorgung der Bevölkerung mit Wasserflächen auch in Zukunft flächendeckend zu verbessern. Aus gesundheitspolitischer Perspektive wird das in den nächsten Jahren noch wichtiger - Stichwort Senioren. Abgesehen davon muss es jedem Kind in Tirol möglich sein, Schwimmen zu lernen," sind sich Seidl und Huber abschließend einig, dass das Schwimmangebot in Tirol nicht kleiner, aber effizienter und kostengünstiger werden muss.