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Obermüller: „Kaisertal-Leitbild war weder grünes Projekt noch Freibrief für Eigenjagd“

„Die Grünen schreiben sich beim Kaisertal inzwischen eine Geschichte zurecht, die mit den Fakten immer weniger zu tun hat“, reagiert NEOS-Gemeinderätin Birgit Obermüller auf die jüngsten Aussagen des Kufsteiner Umweltreferenten Klaus Pfister.

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Besonders irritierend sind für Obermüller die neuerlichen Seitenhiebe gegen den ehemaligen Pächter Dr. Christoph Henkel: „Wer in seinen Aussagen den Eindruck erweckt, die Stadt müsse die Jagd selbst betreiben, weil ein privater Pächter andernfalls nicht ausreichend kontrolliert werden könne und damit die Waldverjüngung bedrohe, betreibt unsaubere Politik. Henkel hat die vorgeschriebene Abschussquote erfüllt. Selbst in der damaligen Berichterstattung wurde das ausdrücklich festgehalten. Auch über die Abschüsse entscheidet ein Pächter keineswegs nach Belieben. Der Abschussplan unterliege dem Tiroler Jagdgesetz und müsse von der Bezirkshauptmannschaft Kufstein als zuständiger Jagdbehörde genehmigt werden.“

Das Kaisertal-Leitbild sei 2021 von der externen Fachfirma REVITAL im Auftrag der Stadtwerke erarbeitet und in mehreren Schritten überarbeitet worden. „Es war kein grünes Leitbild. Im damaligen Gemeinderat saß eine einzige grüne Mandatarin. Das ursprünglich vorgelegte Konzept wurde von den damaligen Oppositionsparteien politisch hinterfragt und zwei Mal nachgeschärft, bevor schließlich Version 3.0 beschlossen wurde“, erinnert Obermüller. Insbesondere der Schutz des tatsächlichen Einzugsgebietes der Hofinger Quelle sei im Überarbeitungsprozess noch wesentlich konkreter herausgearbeitet worden.

„Nach dem gescheiterten Experiment der Eigenbewirtschaftung wäre etwas Demut angebracht. Die Stadt hat die Abschussvorgaben selbst nicht geschafft, musste schließlich Abschüsse wieder an die Familie Henkel vergeben und findet nun keinen Berufsjäger zu den gewünschten Konditionen. Trotzdem wird weiter suggeriert, der langjährige Pächter sei Teil des Problems. Diese Diffamierung muss endlich aufhören.“ Obermüller nimmt an dieser Stelle auch Bürgermeister Martin Krumschnabel in die Pflicht: „Der Bürgermeister hat die ideologisch aufgeladene Argumentation der Grünen jahrelang mitgetragen. Jetzt zeigen die Fakten, wohin das geführt hat. Das Kaisertal braucht keine weiteren Grabenkämpfe, sondern einen erfahrenen Jagdpächter, klare behördliche Vorgaben und eine sachliche Zusammenarbeit zwischen Jagd, Forst und Naturschutz.“

„Es ist höchste Zeit, dass im Kaisertal wieder Fachwissen, Erfahrung und Fakten zählen – und nicht politische Feindbilder.“

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