Schluss mit dem Chaos in der Elementarpädagogik!

Jedes Kind steht unter Genieverdacht!

Als Bildungspartei ist es für NEOS selbstverständlich, dass die elementare Bildung die pädagogisch wertvollste ist: 

Kinderkrippen, Kindergärten, Spielgruppen, Tageseltern – das sind keine Abgabestellen für Berufstätige! Hier wird das Grundfundament für den Lebensweg gelegt! Für uns ist klar: Kein Euro ist in der Bildung so gut investiert wie im Elementarbereich!

Unsere Forderungen der ersten Stunde  wurden bereits eingearbeitet, zuletzt auch die Einführung eines Bachelor- bzw. Masterstudiums an der Pädagogischen Hochschule Tirol für Elementarpädagogik. 

Es gibt noch viel Luft nach oben!

Das Tiroler Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsgesetz ist im Abschnitt 2, §9 sehr deutlich: Die Gemeinde muss ein ganztägiges und ganzjähriges Angebot an Betreuungsplätzen in einem solchen Ausmaß sicherstellen, dass eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich ist. Die Realität ist jedoch in zahlreichen Gemeinden eine andere: Fehlende Strukturen, ideologische Probleme und die Frage der Finanzierbarkeit.

Wir wollen echtes Qualitätsmanagement für private wie auch für öffentliche Einrichtungen. Und das muss rigoros kontrolliert werden!

Der kluge Kindergarten muss den „Chaos-Kindergarten“ ersetzen!

Das Land muss für Personalkosten in Kinderkrippen und Kindergärten im öffentlichen und privaten Sektor aufkommen!

Heute kommt das Geld für Kindergärten aus mehreren Quellen: Der Bund finanziert das Pflichtjahr, neugeschaffene Kindergartenplätze und die Sprachförderung. Die Länder finanzieren die Kindergartenträger, indem sie Errichtungskosten und Personal fördern. Das Personalmanagement selbst liegt aber bei den Gemeinden. Bei dieser Konstruktion läuft das Geld durch viele Hände und letztlich ist vollkommen intransparent, was mit den Budgets passiert. Wir müssen klare Verantwortung und absolute Transparenz schaffen. Ein erster Schritt ist es, dass das Land für Personalkosten in Kinderkrippen und Kindergärten im öffentlichen und privaten Sektor aufkommt.

Die elementaren Bildungseinrichtungen seien in ihrer Wichtigkeit gleich, wenn nicht sogar höher zusetzen, wie Volksschulen und auch da kommt – zumindest bei öffentlichen Schulen – das Land für die Personalkosten auf. 

Natürlich können wir die Gemeinden nicht zur Gänze aus der Verantwortung entlassen. Als Erhalter – wie bei den Volksschulen – bleiben sie nach wie vor für den Bau, Ausbau, Erhalt, Personalmanagement und Abwicklung des laufenden Betriebes zuständig.

Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr

Die aktuell vorherrschende ideologische Scheuklappenpolitik muss der Vergangenheit angehören. Die Lebensrealitäten haben sich geändert. Es ist für viele wirtschaftlich nicht mehr möglich, dass ein Erziehungsberechtigter jahrelang zuhause auf die Kinder schaut.

Bürgermeisterinnen und Bürgermeister die in dieser Frage weiter auf der Bremse stehen, werden früher oder später das Ergebnis ihres zögerlichen Verhaltens am Stimmzettel präsentiert bekommen.

Die NEOS fordern Mut und Klarheit: Wir wollen für jedes Kind ab dem 1. Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer elementarpädagogischen Bildungseinrichtung erwirken. Weder die Berufstätigkeit der Eltern, noch Geschwisterkinder dürfen ein Argument sein, ob für das jeweilige Kind ein Platz erkämpft werden kann oder nicht.

Die Gemeinden dürfen sich nicht mehr mit Scheinheiligkeit und Scheinargumenten aus der Verantwortung stehlen. Ihnen stehen die Daten der Geburtenjahrgänge ohnehin zur Verfügung. Bedarfserhebungen wären bei einer Durchsetzung des Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz obsolet.