« Zurück zur Übersicht

Wir fordern lückenlose Aufklärung in Sachen Patscherkofel

07.06.2018 Presse

Dass Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi nun selbst die Reißleine in Sachen Patscherkofelbahn zieht und eine Sonderprüfung durch das Kontrollamt beantragt hat, ist für die Innsbrucker NEOS ein positives Zeichen: „Nachdem wir ohnehin eine entsprechende Prüfung im Juni-Gemeinderat eingebracht hätten, freut uns dieser Schritt umso mehr. Das ist ein Zeichen dafür, dass Willi den Scherbenhaufen seiner Vorgänger_innen lückenlos aufarbeiten will“, unterstützt NEOS-Gemeinderätin Julia Seidl Willis Vorhaben.

Seidl stellt zudem klar: „Jetzt so zu tun, als wäre die aktuelle Regierung unschuldig, ist schlicht weg Unsinn. Es mag zwar einen neuen Bürgermeister geben, es haben aber alle Regierungsparteien und zahlreiche noch immer in der Regierung vertretenen Köpfe dem Neubau mit samt allem pipapo zugestimmt.“ Dabei nimmt Seidl auch den damals amtsführenden grünen Planungsstadtrat Gerhard Fritz in die Pflicht: „Als verantwortlicher Mandatar im Stadtparlament, hat vor allem er die teuren Planungsprozesse vorangetrieben. Auch jetzt ist Fritz nach wie vor im Gemeinderat vertreten, genauso wie viele andere Kolleg_innen, die den Neubau abgesegnet haben. Auch die SPÖ, die sich hier versucht aus der Verantwortung zu stehlen, braucht nicht scheinheilig nach Expertenprüfungen rufen. Da sind wir mit dem Innsbrucker Bürgermeister d’accord.“

Punktlandung wurde zu Bruchlandung
Mehrkosten von bis zu 11 Millionen Euro und dazu die Unsicherheit, wie hoch die Kosten tatsächlich liegen werden, sind laut Seidl nicht hinnehmbar: „Es kann nicht sein, dass man noch nicht einmal genau beziffern kann, wie hoch die Mehrkosten liegen, da noch nicht alle Schlussrechnungen vorliegen. Wer hat dieses Fiasko zugelassen? Es ist verantwortungslos so verschwenderisch mit Steuergeld umzugehen.“, ortet Seidl dringenden Aufklärungsbedarf.

Dass die Mehrkosten im Wahlkampf von unterschiedlichen Funktionär_innen der Stadtpolitik sauber unter den Tisch gekehrt worden sind, wollen die NEOS so nicht hinnehmen: „Es liegen noch lange nicht alle Zahlen auf dem Tisch, die aber die da sind, waren schon in Wahlkampfzeiten bekannt. Genau das ist die fehlende Transparenz in der Politik, der wir NEOS den Kampf ansagen“, so die pinke Gemeinderätin abschließend: „Vor der Wahl wurde groß verkündet, dass der Neubau der Patscherkofelbahn eine Punktlandung wäre, damit wurden die Innsbrucker Bürger_innen und Steuerzahler_innen ganz klar angelogen.“