Wohnen

Zeit für aktives Wohnraummanagement NEOS wecken auf:
Wohnen zwischen Patscherkofel und Nordkette – malerisch, aber für zu viele Innsbrucker_innen unerschwinglich. Der Durchschnitt der Bruttomiete in Österreich liegt bei € 7,1 pro m², wobei in Innsbruck bereits das Nettomietniveau – d.h. ohne Betriebskosten und Umsatzsteuer – zwischen € 8,9-12,7 pro m² rangiert. Die Mieten haben sich von 2009 – 2015 im Schnitt um bis über 20% erhöht. Die Kaufpreise für Wohnimmobilien sind in diesem Zeitraum sogar um rund 60% gestiegen. Damit ist Innsbruck eine der teuersten Städte Österreichs.

Für zu viele Innsbrucker_innen ist die monatliche Mietzahlung nicht mehr leistbar und der Kauf einer Wohnung nur mehr für jene erschwinglich, die erben.
Und es wird noch schlimmer werden angesichts des notorischen Baugrundmangels und des über 16%-igen Bevölkerungswachstums, das bis 2030 zu erwarten ist.

Flankiert wird diese Wohnentwicklung von politischen Rahmenbedingungen, die ein umfassendes Wohnraummanagement verhindern und die derzeitige Wohnsituation verschärfen:

Es gibt keine rechtlichen Grundlagen zur Erhebung des Wohnungsleerstands in der Stadt. Umwidmungsgewinne der Stadt sind nach wie vor nicht zweckgebunden, sodass es zu Querfinanzierungen zugunsten anderer Ressorts kommt. Es gibt bis heute keine Kontrollen, ob die Bedürftigkeit bei Mietern von Gemeindewohnungen nach wie vor gegeben ist.

Es gibt soweit keine ONLINE-Warteliste für Gemeindewohnungen mit der eigenen Platzierung. Schönste Stadtteile werden nicht für den Wohnungsbau verwendet und die versäumte Entwicklung von Mischgebieten wird immer noch nicht nachgeholt.

Die im System der Abfallentsorgung letzthin vorgenommenen Änderungen haben sich nicht bewährt und zu einer deutlichen Verschlechterung für die Haushalte geführt.

Wohnen ist zu einem fairen Preis sowohl im Eigentum als auch in Miete für alle Innsbrucker_innen möglich. Wohnkosten und Immobilienpreise werden stabilisiert – Wohnen in Innsbruck wird wieder leistbar und die Schaffung von Eigentum ist für alle arbeitenden Innsbrucker_innen möglich. Die Stadt Innsbruck bekennt sich zu ihrem öffentlichen Auftrag und stellt vor allem Sozialwohnungen und Wohnungen für Menschen in Ausbildung zur Verfügung. Der Vergabeprozess und die Vormerkliste für Gemeindewohnungen sind online ausgewiesen. Der Amtsgang entfällt. Gewinne aus Umwidmungen werden für den sozialen Wohnbau zweckgebunden. Überregionale Raumordnungskonzepte und Bauverdichtung verhindern die Zersiedelung, aber nicht das Wachstum der Stadt und ihrer Nachbargemeinden.

Die dezentralen Wertstoffsammelinseln fördern das Bewusstsein der Bevölkerung zur Abfallvermeidung und Wiederverwertung von Wertstoffen. Die Stadt erzielt aus der effizienten Bewirtschaftung der Wertstoffsammelinseln Gewinne, welche zur Optimierung der Müllentsorgung und zur Reduktion der Abfallgebühren verwendet werden.

 

  • Senkung der Miet- und Immobilienpreise durch ausreichendes Angebot im Wohnbereich
  • Förderung von bauverdichteten Projekten sowie Bauvorhaben mit kosteneffizienter Bauweise (Serienfertigung, Modulbauweise etc.)
  • Erhebung der Leerstandsquote von Wohnimmobilien mittels Energieverbrauch
  • Einkommensmonitoring: Überprüfung bei Mietern von Gemeindewohnung hinsichtlich deren sozialen Bedürftigkeit – schweizer Modell
  • Online-Ausweisung von anonymisierten Wartelisten für Gemeindewohnungen mit Punktanzahl und Platzierung – wo Bürger_innen mit der Bürgerkarte ihren aktuellen Listenplatz einsehen können.
  • Entwicklung von Mischgebieten. Aufwertung der Rossau durch Wohnbau und ausreichende Erschließung durch komplette Infrastruktur.
  • Forcierung alternativer Wohnformen mit Gemeinschaftsanlagen und generationenübergreifenden Wohnmodellen
  • Überbauung von eingeschossigen Gewerbeimmobilien  (z.B.: Supermärkten, Tankstellen etc.)
  • Verdichtungsmöglichkeiten behutsam nutzen; Dachbodenausbauten durch bürokratische Erleichterungen und finanzielle Anreize besonders fördern
  • Schaffung und Förderung von Campus-Wohnen für Student_innen, um so Druck vom Wohnungsmarkt zu nehmen im Rahmen des Planungsverbandes in Kooperation mit Umlandgemeinden.
  • Einrichtung eines dezentralen Netzes von Wertstoffsammelinseln im Stadtgebiet und Optimierung der städtischen Recyclinghöfe insbesonder im Westen der Stadt

 

Diese Themen zur Innsbrucker Gemeinderatswahl 2018 könnten Dich vielleicht auch interessieren: