« Zurück zur Übersicht

Schrott soll Wahlkampfkosten offenlegen

23.08.2018 Edith Reichel

Oberland von Wahlkampfpraktiken enttäuscht. NEOS fordern restlose Aufklärung.
NEOS Klubobmann Dominik Oberhofer fordert die Offenlegung der Wahlkampfkosten des Nationalratswahlkampfs 2017 von Dominik Schrott: „Die Oberländer_innen haben ein Recht auf Transparenz.“ Die Bevölkerung gilt es nun, anhand folgender Fragen aufzuklären: Von wem stammte das Geld? Wie hoch waren die Kosten des Vorzugsstimmen-Wahlkampfes? Für was wurde das Geld verwendet?

Inserat- und Werbungsflut im Oberland

Die intensive Vorzugsstimmen-Kampagne von Dominik Schrott im Tiroler Oberland ist der Bevölkerung sicher aufgefallen. Dazu die Rechtslage: Parteispenden (Sach- und Personalspenden) müssen ab 3.500 Euro veröffentlicht werden, auch Inserate und Sponsoring (Inserate ab 3.500 Euro jährlich, Sponsoring ab 12.000 Euro). „Die Oberländer haben sich gefragt, wie die Kampagne mit weniger als 12.000 Euro finanzierbar sein kann“, erklärt NEOS Klubobmann Dominik Oberhofer. „Ich fordere Dominik Schrott daher auf, seine Wahlkampfkosten öffentlich zu machen.“ Schrott hat seine Kampagne unter anderem in den Regionalmedien des Tiroler Oberlandes und auf Bussen der ÖVG (Ötztaler Verkehrsgesellschaft) betrieben. Die Bevölkerung muss detailliert über folgende Punkte informiert werden: Von wem wurde der Wahlkampf finanziert? Woher stammte das Geld? Was wurde damit gemacht?

Oberland nicht für dumm verkaufen

Höchstes Unverständnis zeigt der Milser Bürgermeister (NEOS) Markus Moser und verweist auf Rückmeldungen aus dem Tiroler Oberland: „Die Menschen sagen mir jetzt öfters, dass sie von Dominik Schrott schwer enttäuscht sind.“ Wenn Schrott und damit auch die ÖVP ihre Reputation zurückgewinnen möchte, muss der Forderung von Günther Platter nach restloser Aufklärung unverzüglich nachgekommen werden. Die Werbemaßnahmen haben nach Betrachtung mit Hausverstand weit mehr betragen, als die von Schrott kolportierten 22.000 Euro. „Ein Brief an jeden Haushalt in den Bezirken Imst und Landeck, Inserate in Printmedien, Werbeflächen auf Bussen, Freibieraktionen, Sackerl-Aktionen am Wahltag, eine eigene Website oder das Facebook-Gewinnspiel kosten mehr als 22.000 Euro“, ärgert sich Moser und ergänzt: „Schrott soll das Oberland nicht für dumm verkaufen!“