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NEOS zu gratis Museum: Lieber Kultur in die Schule bringen

Dominik Oberhofer: „Wir brauchen neue Konzepte statt einfach nur gratis Eintritte.“

Die Anzahl der Museums-Besucher_innen in den Tiroler Landesmuseen ist stark rückläufig, obwohl der Tourismus in Innsbruck wächst. In Bundesmuseen steigen die Besucherzahlen währenddessen. LR.in Palfrader will den Eintritt in die Landesmuseen daher kostenlos. Damit würden jedoch rd. 800.000 Euro an Einnahmen entfallen. Für NEOS KO LA Dominik Oberhofer ist das der falsche Weg: „Wir müssen Tirols Museen attraktiver machen, indem wir die Angebote in den Landesmuseen verbessern und damit mehr Einnahmen generieren.“ Außerdem brauche es aus Oberhofers Sicht eine bessere Vernetzung von Bildung und Kultur: „Von LR.in Palfrader könnte man sich erwarten, dass sie Kultur in die Schule bringt.“

 

NEOS Vorschläge:

  1. Neue Konzepte: Das Ferdinandeum und das Zeughaus brauchen zeitgemäße Ausstellungskonzepte. Palfraders angedachter Neustart und die Neupositionierung für die Museen ist zwar begrüßenswert, dafür benötigt es jedoch die entsprechenden Finanzmittel. Im Budgetvoranschlag des Landes Tirol 2019 ist hierzu wenig zu finden. In der Vergangenheit haben vor allem erfolgreiche Sonderausstellungen für höheres Besucherinteresse gesorgt, worauf in Zukunft aufgebaut werden müsste. Eine Dauerausstellung ist nur so gut wie ihre Exponate, die Tiroler Landesmuseen können im direkten Vergleich mit den Bundesmuseen nicht mithalten. Sonderausstellungen, für die es das nötige Budget braucht, wären jedoch die Grundlage für erfolgreiche Museen.
  2. Tragende Rolle für Zeughaus: Das Zeughaus müsste im Maximilianjahr eine tragendere Rolle spielen, was leider nicht der Fall ist. Die Politik hat in dieser Hinsicht in den letzten Jahren geschlafen und eine einmalige Chance versäumt. Palfrader ist diesbezüglich in der Verantwortung und muss eine Neupositionierung dringend umsetzen.
  3. Kunst und Kultur in die Schule: Jede Schulklasse sollte einmal im Monat einen Ausflug in eines der Landesmuseen, die Landesgalerie, das Landestheater oder das Haus der Musik unternehmen. Je früher Kinder Museen für sich entdecken, desto eher prägen wir ihr Bewusstsein für Kunst und Kultur.
  4. Innovative Vermarktungskonzepte/Vertriebswege: Die Bundesmuseen führen heute (11.12.2018) die Bundesmuseencard ein, mit welcher einmalig alle Eintritte in die Bundesmuseen inkludiert sind. Das Konzept könnte auch in Tirol gut funktionieren, weil dadurch Anreize für den Museumsbesuch geschaffen werden. Außerdem entstünden damit zusätzliche Einnahmen insbesondere auch aus dem Tourismus.
  5. Werbeflächen des Landes für Museen: Kostenlose Werbeflächen des Landes Tirol gibt es genügend; z.B. Fuhrparks der Landesfahrzeuge (folieren), öffentliche Verkehrsmittel (Bushecks, Plakatwände in Bussen/Straßenbahnen), Bushaltestellen und weitere Flächen im öffentlichen Raum. Im Gegensatz zu Wien werden diese Flächen in Tirol nicht für kostenlose Werbung für Kunst und Kultur zur Verfügung gestellt.

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