« Zurück zur Übersicht

NEOS zu FPÖ in Reutte: FPÖ soll sich konstruktiven Themen widmen

Dagmar Klingler: Inklusion ist an Tirols Schulen ein Schwerpunkt, dazu gehören auch Namen wie Achmed und Aishe

„Die Aussagen von FPÖ Bezirksobmann Fabian Walch sind beschämend und lassen es mir kalt über den Rücken laufen“, äußert sich NEOS Bildungssprecherin Dagmar Klingler über die jüngsten Aussagen hinsichtlich der Namen Achmed und Aishe, die in einem Deutschbuch der Volksschule Elmen verwendet werden. „Wenn jemand in einer modernen Gesellschaft sagt, dass sich Migrant_innen an unsere Namen zu gewöhnen haben, dann zeugt das lediglich von Unwissen und Hass!“

Schulbücher bilden Lebenswelt von heute ab

Kinder finden in ihren Schulbüchern realistische und aktuelle Darstellungen ihrer Lebenswelt wieder – das entspricht den pädagogischen Anfordernissen. Dazu gehören auch Namen, die Teil unserer Gesellschaft und unserer Schulen sind – wie auch Sabine, Martin, Ahmed oder Aishe. In Liedern und Geschichten kommen Menschen verschiedener Nationen in Schulen vor. „Das ist eine sehr große Errungenschaft von Integration, die auch Aufgabe der Schule ist“, erklärt Klingler. „Es ist der ureigenste Bildungsauftrag der Schule, Kinder zu weltoffenen Bürger_innen zu erziehen.“

Freie Schulbuchwahl

Schulen und Lehrer_innen steht es frei, für welches Schulbuch sie sich entscheiden. Entscheidungsgrundlage sind im Buch verwendete Lernmethoden, die didaktische Aufbereitung des Lehrstoffes und schulspezifische Vereinbarungen. Die Wahl des Schulbuches ist damit der Schule und den Lehrer_innen überlassen. Elternvereine können sich über die Schulbuchbestellung des nächsten Schuljahres informieren, in den Schulforen wird die Schulbuchbestellung den Elternverteretr_innen auch präsentiert. „Das wäre auch der geeignete Rahmen, um über solche Themen zu diskutieren,“ empfiehlt Klingler.

FPÖ soll keine Unruhe stiften

Die Äußerungen von Fabian Walch sind damit nicht mehr als Populismus, der in der Schule nichts verloren hat und mit dem nichts als Unruhe gestiftet wird. „Hätten manche Damen und Herren der FPÖ in ihren Schulbüchern nicht nur wie Walch von Otto, Susi und Fritz gelesen, wären sie möglicherweise jetzt weltoffener“, ärgert sich Klingler. „Außerdem soll sich die FPÖ konstruktiven Themen widmen und nicht in Schulbüchern krampfhaft nach populistischen Themen suchen.“