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Nein zur Öffnung des Pannenstreifens auf A 12

Freigabe birgt zu großes Sicherheitsrisiko und löst das Stauproblem nicht

Mit der Freigabe des Pannenstreifens zwischen Innsbruck West bis Zirl Ost entstünde ein enormes Sicherheitsrisiko: LKWs, Busse und PKWs würden nämlich nebeneinander fahren. Die Bildung einer Rettungsgasse wäre dadurch bei einem Unfall auf der Autobahn so gut wie nicht möglich. Größere Einsatzfahrzeuge (Rüstfahrzeuge) könnten nicht mehr zum Einsatzort gelangen. Außerdem löst der Pannenstreifen das Stauproblem nicht, weil der Stau in der Stadt entsteht. NEOS Verkehrssprecher Andreas Leitgeb spricht sich daher gegen die Öffnung des Pannenstreifens aus.

 

Pannenstreifen löst das Problem nicht

„Bevor der Pannenstreifen mit einem Schnellschuss freigegeben wird, muss zunächst geprüft werden, ob die Einrichtung von Sicherheitsflächen (Pannenstreifen) im Bereich Innsbruck West bis Zirl Ost auf der A12 baulich überhaupt möglich ist“, betont der Verkehrssprecher der NEOS. Bisher sind nämlich keine durchgehenden Pannenstreifen vorhanden.

Die notwendigen Baumaßnahmen wären enorm, jedoch ohne Erfolg: Mit der Öffnung des Pannenstreifens, einer Generalerneuerung der Fahrbahn und weiterer Baumaßnahmen (Abschnitt Kranebitten bis Zirl) wird der Stau auf der Autobahn außerdem nicht weniger:

Der Stau entsteht wegen des zu hohen Verkehrsaufkommens in der Stadt und bildet sich bis auf die Autobahn zurück. „Damit entsteht an sich schon ein Gefahrenrisiko, das bei einem geöffneten Pannenstreifen noch größer wäre“, mahnt Leitgeb.

Leitgeb ist seit Jahren Verkehrspolizist, kennt das Problem der Staubildung von der Stadt bis auf die Autobahn sehr gut und warnt vor folgendem Szenario bei geöffneten Pannenstreifen: „Die Einsatzkräfte können bei einem Unfall schwer bis zu den Verletzten fahren. Das darf nicht sein!“

 

Kosten für Öffnung des Pannenstreifens enorm

In einer parlamentarischen Anfrage der NEOS an den zuständigen Minister Norbert Hofer wurden die veranschlagten Baukosten in der Höhe von rd. 33 Mio. Euro (Quelle: Investitionsplan des BMVIT, Paket Nr. 3071) aufgesplittet und mit 15,8 Mio. Euro beziffert. Wie aber in der Anfragebeantwortung weiter ausgeführt, belaufen sich weitere notwendige Kosten für Überkopfwegweiser auf rd. 10 Mio. Euro, die Adaptierung von Ein- und Ausfahrten sowie die Errichtung von Pannenbuchten auf weitere 5,8 Mio. Euro. (Anmerkung: Pannenbuchten ersetzen keine durchgehenden Pannenstreifen, auf welchen Fahrzeuge bei Staus und Unfällen ausweichen können).