Junge NEOS begrüßen Initiative „Jugend eine Stimme geben“ in Reutte

12. Oktober 2020

JUNOS Vorsitzender Johannes Tilg: „Längst überfällige Umsetzung ist für Gemeinden zukunftssichernd“

Neben einer handvoll Gemeinden, welche Jugendliche aktiv in die Gemeindepolitik durch Beteiligungsprozesse einbinden, scheint es nun endlich auch in weiteren Gemeinden angekommen sein. So wünscht sich nun auch die Marktgemeinde Reutte mehr Mitsprache und Mitbestimmung von jungen Menschen. „Dadurch können wir die Beteiligung von Jugendlichen am demokratischen Leben ermöglichen und ihr Verständnis für Politik schärfen. Die Politik kann dadurch aber auch aktiver Jugendlichen zuhören und ihre Ideen und Konzepte für die Zukunft der Gemeinde und des Landes wirklich ernst nehmen,“ so JUNOS Tirol Vorsitzender Johannes Tilg.

 

Bei diesem Thema herrscht schon seit langem seltene Einigkeit unter Expert_innen, sowie progressiven politischen Kräften. Allerding gibt es bis heute noch keine gesetzliche Grundlage dafür. „Bereits 2016 haben wir jungen NEOS mit einer Petition versucht, in möglichst vielen Gemeinden einen Jugendgemeinderat zu installieren. Junge Menschen sollen nicht nur Ideen liefern, sondern sollen auch einen Teil des Budgets für Projekte zur Verfügung gestellt bekommen. Wir fordern deshalb, dass ein Prozent des Budgets, mindestens jedoch 10.000 Euro einem installierten Jugendgemeinderat zur Verfügung stehen sollen,“ möchte Tilg auch eine zumindest teilweise finanzielle Unabhängigkeit geregelt wissen. Der Bürgermeister müsse die ordentliche Verwendung des Geldes überprüfen. Um politisch inszenierte Jugendgemeinderäte zu verhindern, muss der Jugendgemeinderat selbstverständlich gewählt werden. Alle sechs Jahre würden 16- bis 24-Jährige je nach Gemeindegröße zwischen drei und 15 Jugendgemeinderäte wählen. „Damit würden wir das Politikinteresse bei vielen Jugendlichen wieder steigern und den Junge eine Stimme geben,“ so Tilg abschließend.