Bodenversiegelung

Nur 12% von Tirol sind überhaupt bewohnbar.

So sind wir damit umgegangen...

Tirol hat weniger bebaubare Fläche als jedes andere Bundesland. Nur rund zwölf Prozent der Landesfläche sind überhaupt Dauersiedlungsraum, der ganze Rest ist Fels, Wald und Wasser. Und von diesem knappen Rest haben wir anteilig mehr verbraucht als der Bundesschnitt.

12 Prozent

unserer Landesfläche sind überhaupt Dauersiedlungsraum

23 Prozent

davon sind bereits verbaut, im Österreich-Schnitt sind es 17,4 Prozent

15 Prozent

des gewidmeten Baulands liegen ungenutzt als Reserve

Das ist kein Vorwurf an einzelne Gemeinden

277 Gemeinden konkurrieren um Betriebe und Kommunalsteuer. Wer Betriebe will, braucht Kommunalsteuer, und wer Kommunalsteuer will, weist Flächen aus. Jede Gemeinde handelt für sich betrachtet vernünftig. Das Ergebnis ist es trotzdem nicht. Das Problem ist nicht der Bürgermeister, sondern ein System, das ihn dazu zwingt.

1.

Eine Umbauordnung statt einer Bauordnung

Es darf nicht länger einfacher sein, eine Wiese zu verbauen, als ein leerstehendes Haus zu nutzen. Aufstocken, Dachgeschoße ausbauen, Umnutzung erlauben.

2.

Bodensparen belohnen statt bestrafen

Einen Bodensparbonus im Finanzausgleich und eine stärkere Teilung der Kommunalsteuer. Keine neue Abgabe.

3.

Klare Widmungskompetenzen

Jede Gemeinde plant für sich, niemand plant für die Region. Wir nehmen den Gemeinden nichts weg, wir nehmen ihnen den Zwang.

Wir wollen, dass Tirol weiter baut. Aber zuerst dort, wo schon gebaut ist.