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Die Arbeiterkammer verleumdet die eigenen Mitglieder

Meine Familie zahlt an die AK sechsmal mehr als an den ÖAMTC (600%!!!)

Seit ca. 25 Jahren bin ich Arbeitnehmerin und deshalb zahlendes Arbeiterkammer(zwangs)mitglied.  Für meinen Partner gilt dasselbe.  In diesen 25 Jahren hat jeder von uns überschlagsweise ca.  6000 € an Zwangsmitgliedsbeiträgen bezahlt. Gemeinsam  haben wir also in diesem Zeitraum ganze 12.000 €  an Zwangsmitgliedsbeiträgen bezahlt. Beim ÖAMTC bin ich ebenfalls seit ca. 25 Jahren zahlendes Mitglied.  Dort gilt die Mitgliedschaft für die gesamte Familie, muss also nur von einem Partner bezahlt werden, und beläuft sich über die 25 Jahre für uns auf ca. 1.800 €. Selbst wenn man berücksichtigt, dass ja ein Teil dieser Beiträge vom Staat finanziert wird, weil der Beitrag die Steuergrundlage reduziert, kostet uns die AK immer noch 4x so viel wie der ÖAMTC. Beide Organisationen leisten Interessenvertretung und bieten ihren Mitgliedern die eine oder andere nützliche Leistung an, aber beim ÖAMTC mussten wir nur ein Viertel des Netto-AK-Betrages finanzieren.

 

NEOS geht es um Wahlfreiheit und Eigenverantwortung

Es geht NICHT um den Abbau von Rechten, wie die Inserate behaupten! Es geht um den Abbau  von Privilegien und Parteienfinanzierung! Die AK und viele andere beklagen immer, dass den Menschen nach Abzug aller Abgaben und Steuern zu wenig Geld übrig bleibt. Das meinen wir auch! Wir meinen aber auch, dass gerade die AK durch Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft selbst direkt dazu beitragen könnte und müsste, dass für jede/n ArbeitnehmerIn  mehr übrig bleibt. Viele zahlen sicher gerne auch freiwillig für eine Vertretung in Sachen KonsumentInnen- und ArbeitnehmerInnenschutz. Niemand sieht jedoch ein, warum er gezwungen werden soll, Pensionsprivilegien, Inserate, Parteispenden oder weitestgehend sinnlose Aktionen wie Faschingskrapfentests zu finanzieren.

 

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Ich muss nicht nur zahlen, sondern mich auch noch verleumden lassen

Mit meinem Geld finanziert die AK außerdem nun schon seit mehreren Monaten eine Kampagne, in der sie mir in meiner Funktion als NEOS Mitglied unterstellt, die Rechte der ArbeitnehmerInnen beschneiden und den Konsumentenschutz abschaffen zu wollen. In den üppigen eigenen Medien, in ganzseitigen Inseraten, letzthin sogar in Hörfunkspots werden gezielt Unwahrheiten über die NEOS verbreitet. Kein einziger bei uns will das, was uns hier unterstellt wird! Man kann sich auch ohne Zwangsmitgliedschaften für jemanden erfolgreich einsetzen und seinen Mitgliedern Leistungen anbieten!

Hallo!!!!  Viele von uns sind selbst ArbeitnehmerInnen!!!
Hallo!!!! Viele von uns sind deshalb auch selbst AK-Mitglieder!!!
Hallo !!! Verleumden Sie doch nicht andauernd ihre eigenen BeitragszahlerInnen!

Ist es fair, dass wir für unsere eigene Verleumdung auch noch bezahlen müssen?
Hier fühle ich mich als „AK Konsumentin“ ausgebeutet!  Was rät wohl die AK einem Konsumenten, der sich von der AK unfair behandelt fühlt?


Freiwillige AK Mitgliedschaft nach dem Vorbild ÖAMTC

Kein NEOS-Funktionär, kein NEOS-Mitglied meint, dass man sich den ArbeitnehmerInnenschutz oder KonsumentInnenschutz sparen könnte.  Offen bleibt auch, wer Beamte, Hausfrauen, Studierende oder Landwirte, die ja alle keine AK Mitglieder sind, in KonsumentInnenschutzangelgenheiten vertritt. Wie der ÖAMTC zeigt, kann man Rechte auch mit freiwilligen Beiträgen bestens vertreten und Mitglieder super unterstützen – auch die durch die AK nicht geschützten Gruppen könnte man einbeziehen.  Und eine gute Interessensvertretung ohne Privilegienwirtschaft – auf freiwilliger Basis – ist das, wofür wir uns einsetzen. Wieso beschwören die Herren Zangerl und Hämmerle gerade bei diesen Kernleistungen Verschlechterungen?  Jeder, dem es wirklich um das Wohl von KonsumentInnen und ArbeitnehmerInnen geht, hat in den Kammern eine riesige Spielwiese, um Sümpfe trockenzulegen, Filz zu beseitigen.  Jeder, der will, findet unzählige Ansatzpunkte für Einsparungen, ohne dass die Beitragszahler auch nur irgendeine Verschlechterung spüren muss. … Aber es wäre halt das Ende des Schlaraffenlandes und das tut weh.  So weh, dass man offenbar momentan mit den Mitgliedsbeiträgen lieber eine medialen Hetzkampagne finanziert -gegen die NEOS und damit auch viele eigene Mitglieder – anstatt echte, wertstiftende Leistungen zu bringen.

 

Es geht auch für den einzelnen nicht nur um Peanuts

Im Gegensatz zu dem, was uns AK Verantwortliche weismachen wollen, geht um Beträge, die viele auch spüren. AK Beiträge müssen erstens auch Arbeitnehmer zahlen, die zu wenig verdienen, um Steuern zu zahlen. Und zweitens kommen bei vielen, wie zum Beispiel bei meiner Familie, pro Jahr und über die Jahre beträchtliche Summen zusammen. Eine freiwillige Zahlung eines AK Beitrags auf Niveau des jährlichen ÖAMTC Beitrags würde es meiner Familie ermöglichen, aus der Ersparnis beispielsweise die folgenden Dinge zu finanzieren:

1 ein Freizeitticket für einen Jugendlichen + ein Kind
1 Jahresrate für die Rechtsschutzversicherung für die ganze Familie
  (die man leider trotz AK  in vielen Konsumentenschutzangelegenheit trotzdem braucht)
2 Abos am Tiroler Landestheater
usw. usw.

Jährlich wohlgemerkt! Nicht der Rede wert? Finde ich nicht!

 

P.S. Jeder kann sich selbst ausrechnen, wieviel von seinem Lohn direkt an die AK geht: 0,5% des Betrages der am Lohnzettel von Arbeitern und Angestellten im Feld  „Bemessungsgrundlage Sozialversicherung“ steht. Der Maximalbetrag von dem die 0,5% berechnet werden beträgt heuer 4980 € (ergibt eine Maximalzahlung an die AK von 24,9 €  pro Arbeitnehmer pro Monat, 12x im Jahr), ab 2018 beträgt die Höchstbemessungsgrundlage  5.130 €, womit auch automatisch der maximal mögliche AK Beitrag ansteigt.

Bei jeder Kollektivvertragserhöhung, bei jeder Erhöhung der Höchstbemessungsgrundlage schneidet die AK automisch mit und schmälert den Vorteil für den Arbeitnehmer.