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Affäre Schrott: Jetzt muss LH Platter reagieren

24.08.2018 Edith Reichel

Dominik Schrott aus ÖVP ausschließen, Rücktritt forcieren und Rechnungen von Ötztaler Verkehrsgesellschaft (ÖVG) offen legen

NEOS Tirol hat als erste Partei den Rücktritt von Dominik Schrott gefordert, auch die Offenlegung der Wahlkampfkosten seines Vorzugsstimmenwahlkampfes der Nationalratswahl 2017. Schrott hat bisher leider nicht reagiert. NEOS Klubchef Dominik Oberhofer adressiert daher nun die nächste höhere Instanz Landeshauptmann Günther Platter mit folgender Forderung: „Dominik Schrott muss aus der ÖVP ausgeschlossen werden und Platter muss Schrotts Rücktritt als Nationalratsabgeordneten vorantreiben!“

 Kinderwelt bringt Licht in Wahlkampffinanzierung

„Endlich kommt Licht in die Wahlkampffinanzierung von Dominik Schrott“, freut sich NEOS Klubobmann Dominik Oberhofer. Auf der Website von Blogger Markus Willhelm (www.dietiwag.org) wurden erneut delikate Details bekannt. Schrott habe die Tiroler Kinderwelt im Jahre 2015 als Verein gegründet, die jedoch nicht als Verein eingetragen sei. Über die Agentur Smart Ventures, bei der Schrott 2017 angestellt gewesen ist, sei im Juli 2017 eine Website für die Kinderwelt in Auftrag gegeben worden. Bis heute wurde die Website jedoch nicht erstellt, aber: Im August 2017 seien 12.000 Euro von der Kinderwelt zu Schrotts Agentur geflossen und bis Ende 2017 wieder 12.000 Euro, für die keine Leistung ersichtlich ist.

NEOS stellen Anfragen in Landtag und Nationalrat

Der NEOS Landtagsklub wird daher folgende Anfrage im Tiroler Landtag stellen: „Wie viel Geld hat die Kinderwelt Tirol vom Land Tirol, weiteren öffentlichen Stellen und von der ÖVP erhalten? Was ist damit geschehen?“ Auch im Nationalrat wird es einen Antrag des NEOS Nationalratsabgeordneten Gerald Loaker mit folgender Frage geben: „Wie viel Geld ist vom Bund an die Tiroler Kinderwelt geflossen?“

Busunternehmen (ÖVG) soll Rechnungen offen legen

„Im Krimi um die Finanzierung des Vorzugsstimmenwahlkampfes von Schrott müssen wir jetzt zusammenarbeiten“, betont Oberhofer die Tragweite des Skandals. „Ich bitte die Ötztaler Verkehrsgesellschaft, sämtliche Rechnungen an Dominik Schrott für die Buswerbung offen zu legen.“ Nachdem Schrott bisher in keinster Weise reagiert hat, würde sich NEOS Tirol um Mithilfe des Ötztaler Busunternehmens freuen.