Schülerinnen und Schüler werden ins kalte Wasser geworfen

02. April 2020

Vor zwei Wochen wurden Schüler_innen und Lehrer_innen, durch die Coronakrise, ins kalte Wasser des eigenverantwortlichen Unterrichts geworfen. Das Versäumnis der österreichischen Politik im Bereich digitaler Bildung und eigenverantwortlichem Lernen wird dadurch besonders deutlich. „Aufgrund der Krise wird nun zwar E-Learning eingesetzt, jedoch völlig unkoordiniert und ohne jegliche Vorbereitung“, so der JUNOS-Landesvorsitzende Johannes Tilg. 

Die JUNOS bemängeln neben der nicht vorhandene E-Learning Kompetenz vieler Pädagogen_innen auch die nicht vorhandene digitale Infrastruktur. „Wenn die zuständige Landesrätin Beate Palfrader die IT-Ausstattung der Tiroler Klassenzimmer mit 54 % als Erfolg darstellt, was wäre dann ein Misserfolg?  Fakt ist, dass die Tiroler Landesregierung jahrelang die Digitalisierung verschlafen hat und erst letztes Jahr erstmalig eine Million Euro in den Ausbau der digitalen Infrastruktur an Schulen investiert hat, das Rächt sich jetzt “ so Johannes Tilg.

Die jungen liberalen Neos Tirol fordern, dass diese Krise zum Anlass genommen wird, dass der Fokus auf möglichst eigenständiges eLearning gelegt wird und jene Plattformen genutzt werden, über die Lehrkräfte mit Schüler_innen direkt zusammenarbeiten können. „Wir müssen diese Krise zum Anlass nehmen und die Lehrpläne endlich neudenken und fit fürs 21. Jahrhundert machen“, so Tilg.

Abschließend fordern die Tiroler JUNOS, dass schnellstmöglich 10 Millionen Euro in den Ausbau von digitaler Infrastruktur im Pflichtschulbereich vor allem aber in die Software, sprich in die Digitale Kompetenz der Pädagoginnen und Pädagogen investiert wird.