JUNOS Studierende: 

„Keine Aufnahmeverfahren sind auch keine Lösung!“

02. July 2020

Im kommenden Jahr wird es an der Uni Innsbruck, mit Ausnahme von Psychologie und Lehramt, keine Aufnahmeverfahren geben. „Wenn der Vize-Rektor für Lehre und Studierende Bernhard Fügenschuh meint, die Situation sei noch nie besser gewesen, ein Studium in Angriff zu nehmen, kann ich das nicht nachvollziehen. Warum die ÖH Innsbruck diese Entwicklung begrüßt, ist mir ebenso schleierhaft.“, meint Lukas Schobesberger, Vorsitzender der JUNOS Studierenden Innsbruck.

„Keine Aufnahmeverfahren sind auch keine Lösung.“

„Zwar sind Studierende zuerst froh, wenn sie ohne Hürden ihr Studium beginnen können, doch das ändert sich schlagartig, wenn die ersten Knock-out-Prüfungen vor der Türe stehen. Diese sind bewusst schwer gehalten und fordern oft Lernziele ein, die in keiner Relation zum Studium stehen. Die Prüfung steht also nicht im Sinne der Bildung, sondern dient lediglich der Reduzierung der Studierendenzahl,“ so Schobesberger.

Moderne Zugangsbeschränkungen statt unfairer Knock-out-Prüfungen Die Universität hat nur eine gewisse Kapazität, es kann deshalb auch nur eine gewisse Anzahl Studierender zeitgleich ein Studium beginnen, ohne dass die Qualität des Studiums leidet. Um Studierenden nicht kostbare Zeit und Motivation durch negative Knock-Out-Prüfungen zu rauben und um die Qualität des Studiums zu gewährleisten, fordern die JUNOS Studierenden seit Jahren moderne Zugangsbeschränkungen. „Wir müssen digitale Möglichkeiten nutzen und Aufnahmeverfahren optimieren.

Assessment-Center, Onlinetests, Motivationsschreiben, Bewerbungsgespräche – all diese Methoden können in einem mehrstufigen Prozess eine qualitative Zulassung von geeigneten Studierenden gewährleisten. In diesen Prozess sollen überdies Studierende eingebunden werden. Diese wissen schließlich am besten, worauf es im Studium ankommt und was in der Praxis funktioniert,“ meint Schobesberger abschließend.